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Ausreisekontrolle am Flughafen Köln/Bonn endet im Gefängnis

Vom Flughafen ins Gefängnis : Niederländer mit zehn Identitäten bei Kontrolle aufgeflogen

Ein nicht ganz alltäglicher Fahndungserfolg: Kurz vor seinem Abflug in die Türkei stellte die Polizei fest, dass der Niederländer ein Betrüger war, der von der Staatsanwaltschaft Passau gesucht wurde.

Das hatte sich der 39-Niederländer sicherlich anders vorgestellt. Als er in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 01.30 Uhr am Flughafen in Köln/Bonn in den Flieger nach Istanbul steigen wollte, wurde er von der Polizei kontrolliert. Von dem Ergebnis der Kontrolle waren auch die Polizisten überrascht.

Die Fahndungsabfrage ergab nämlich, dass der Betrüger neben seinem richtigen Namen noch neun weitere Aliasnamen führte, unter denen er in den letzten Jahren aufgetreten war. Von der Staatsanwaltschaft Passau gab es bereits einen offenen Haftbefehl wegen Betruges über anderthalb Jahren Freiheitsstrafe. Dass die Beamten während der Durchsuchung auch noch eine Kreditkarte fanden, die nicht auf 39-Jährigen sondern auf einen anderen Namen ausgestellt worden war, wunderte sie nicht.

Seine neun Scheinidentitäten konnten den Niederländer nicht vor der Festnahme bewahren, die Bundespolizei übergab ihn an die Kölner Polizei. Ihn erwartet nun eine Restfreiheitsstrafe von rund elf Monaten.

(desa)