Aufklärungsquote niedrig: Zahl der Unfallfluchten steigt seit Jahren

Jeder zweite Fall unaufgeklärt : Zahl der Unfallfluchten steigt seit Jahren

Immer wieder flüchten Menschen nach Verkehrsunfällen. Seit Jahren steigt die Zahl flüchtiger Unfallbeteiligter - selbst wenn es Tote gab. Nichtmal jeder zweite Fall wird aufgeklärt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich die Verursacher aus dem Staub machen, steigt seit Jahren an. Zwischen 2013 und 2017 kletterten die Unfallfluchten stetig von 117.000 auf 136.000 Fälle pro Jahr, wie das Landespolizeiamt in Duisburg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Aufklärungsquote lag 2017 bei 44 Prozent. Sogar nach tödlichen Unfällen türmten Beteiligte: Dies war 2017 insgesamt 18 Mal der Fall. Das Risiko, dabei erwischt zu werden, ist groß: 15 der 18 Unfallflüchtigen nach tödlichen Kollisionen wurden gefasst.

Die Zahl der Unfallfluchten, bei denen Verletzte am Unfallort zurückblieben, sank 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 200 Fälle auf noch 5376. Die Zahlen für das vergangene Jahr sollen am 27. Februar mit der neuen Verkehrsunfallstatistik veröffentlicht werden.

(lukra/dpa)
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