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Armin Laschet verleiht Holocaust-Überlebendem Rolf Abrahamsohn NRW-Verdienstorden

Ehre für Rolf Abrahamsohn : 94-jähriger Holocaust-Überlebender bekommt NRW-Verdienstorden

Der Holocaust-Überlebende Rolf Abrahamsohn hat den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Abrahams überragender Verdienst zeige sich „in der menschlichen Größe und Kraft“, mit der er die Erinnerung an die Nazi-Diktatur wachhalte.

„Ohne das herausragende Engagement von Rolf Abrahamsohn wäre das jüdische Leben im Ruhrgebiet nicht das gleiche, wie wir es heute vorfinden“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag in seiner Laudatio in Marl. Gemeinsam mit anderen Holocaust-Überlebenden habe der 94-Jährige jüdisches Leben im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen erst wieder möglich gemacht.

Abrahams überragender Verdienst zeige sich „in der menschlichen Größe und Kraft“, mit der er die Erinnerung an die Nazi-Diktatur, an den Holocaust und seine Opfer wachhalte indem er vor allem jungen Menschen davon berichte, sagte Laschet: „Rolf Abrahams Lebensweg ist für uns alle eine Mahnung, dass wir immer wachsam bleiben müssen gegenüber jeder Form von Rassismus und Antisemitismus.“

Der gebürtige Marler setzte sich für die 1962 gegründete Jüdische Kulturgemeinde Bochum/Herne/Recklinghausen ein und war von 1978 bis 1992 deren Vorsitzender. Seit 2016 ist Abrahamsohn Ehrenvorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen. Er war im Vorstand der Jüdischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit aktiv und begleitete den Aufbau des Jüdischen Museums in Dorsten intensiv.

Der Verdienstorden des Landes wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen von Johannes Rau gestiftet. Er wird an Bürgerinnen und Bürger als Anerkennung ihrer außerordentlichen Verdienste für die Allgemeinheit verliehen und ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes. Derzeit gibt es 695 Frauen und Männer, die mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurden.

(felt/epd)