Anschlag im Jahr 2018 Wirtin beklagt Katastrophen-Tourismus in Münster

Münster · Vor dem Jahrestag der Amokfahrt von Münster beklagt die Wirtin der Gaststätte „Großer Kiepenkerl“ Katastrophen-Tourismus am Tatort. 2018 waren dort vier Menschen getötet worden, 20 weitere wurden verletzt.

Anschlag in Münster 2018: Menschen trauern nach Anschlag
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Münsteraner trauern ein Jahr nach Amokfahrt

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Foto: dpa/Bernd Thissen

Gäste seien nur gekommen, um sich bei ihren Angestellten über diesen Tag zu erkundigen, sagte Wilma von Westphalen der Deutschen Presse-Agentur. „Meine Mitarbeiter haben sich bei diesen Fragen im ersten Moment zusammengerissen, sind dann hinten in der Küche weinend zusammengebrochen.“

Der Kiepenkerl dürfe kein Wallfahrtsort für Katastrophentouristen werden, fordert die Gasthausbetreiberin. Umso mehr hat sie sich über die Touristenführer der Stadt Münster geärgert: „Sie sind sehr nah an den Platz herangekommen. Sie haben ihre Führung direkt vor dem Haus gemacht. Nach einer Beschwerde bei der Stadt wurde es besser. Die Stadt hat sehr schnell reagiert.“

(mba/dpa)
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