Anschlag auf BVB: Polizist leidet unter Folgen

Polizist spricht im Dortmunder BVB-Prozess: "Ich habe gemerkt, es geht nicht mehr"

Anschlag auf BVB-Bus: Sergej W. gesteht Tat und bestreitet Tötungsplan

Ein Polizist hat am Mittwoch als Zeuge im Prozess um den Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund ausgesagt. Mit den Folgen des Angriffs kämpft er noch immer.

Der Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus im Frühjahr 2017 hat für einen Motorradpolizisten aus Bergkamen noch immer gravierende Folgen. Der 60-Jährige hatte durch die Explosionen ein Knalltrauma erlitten. Er ist nach eigenen Angaben dienstunfähig.

"Ich habe gemerkt, es geht nicht mehr", sagte der Beamte am Mittwoch vor dem Dortmunder Schwurgericht. Der Polizeibeamte war eingeteilt worden, um das Team von Borussia Dortmund am 11. April 2017 vom Mannschaftshotel zum Stadion zu eskortieren. "Kurz nach der Abfahrt hat es einen wahnsinnigen Knall gegeben", sagte er den Richtern.

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Der 28-jährige Angeklagte Sergej W. hat gestanden, durch den Anschlag auf einen Kursverfall der BVB-Aktie spekuliert zu haben, von dem er selbst profitiert hätte. Die Anklage lautet auf 28-fachen Mordversuch.

(sef/lnw)