Als Gefährder eingestufter Islamist in die Türkei abgeschoben

Festnahme in Köln: Behörden schieben Islamisten in die Türkei ab

Der Mann hatte sich mit einem bekannten Islamisten über Anschlagspläne ausgetauscht: Den deutschen Behörden ist es gelungen, einen weiteren Gefährder abzuschieben.

Ein als islamistischer Gefährder eingestufter Türke ist in Köln festgenommen und anschließend abgeschoben worden. Das bestätigte die NRW-Landesregierung am Donnerstag. Der 28-Jährige sei mit einem Flugzeug von Frankfurt nach Istanbul gebracht worden.

Der in Deutschland geborene Türke stand zusammen mit niedersächsischen Islamisten vor Gericht. Im Dezember war er in Braunschweig vom dortigen Landgericht wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Laut dem Urteil hatte er sich mit dem Islamisten und Haupttäter Sascha L. über Anschlagspläne ausgetauscht.

  • Abschiebegefängnis in Büren : Gefängnisleiter beklagt Gewaltpotenzial unter Häftlingen

„Wir werden weiter mit allen rechtlichen Mitteln gegen Gefährder und Kriminelle vorgehen“, kündigte NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) an. „Wir könnten noch mehr erreichen, wenn der Bund bessere Rückführungsabkommen abschließen könnte. Statt markiger Sprüche erwarte ich hier von Horst Seehofer mehr Taten.“

(sef/dpa)
Mehr von RP ONLINE