Zwei Jahre Krieg in der Ukraine „Das Zischen der Granaten bedeutet Tod“

Aachen · Zehn Monate hat Jonas Kratzenberg aus Aachen in der Ukraine gekämpft. Seine Erlebnisse an der Front hat er in einem Buch verarbeitet, das auch seine Motive, Zweifel und Ängste thematisiert. Von der Notwendigkeit, den Frieden mit Waffen zu verteidigen, ist er bis heute überzeugt.

Aachen: Jonas Kratzenberg freiwillig im Krieg in der Ukraine​
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Jonas Kratzenberg und sein freiwilliger Kriegseinsatz in der Ukraine

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Foto: Taras Fedorenko

Wenn Jonas Kratzenberg heute über seinen Kriegseinsatz in der Ukraine spricht, wirkt er ruhig, gefasst, konzentriert. Sein Schlaf sei mittlerweile ungestört, erzählt der 26-Jährige. Noch vor einem Jahr aber habe er bei Schilderungen seiner Einsätze gezittert, so peinigten ihn die Eindrücke vom Schlachtfeld. Der Aachener war wenige Wochen nach Kriegsausbruch dem Aufruf Präsident Selenskyjs gefolgt, als Freiwilliger in der Internationalen Legion für die Ukraine zu kämpfen. Seine Motivation: den Menschen in der Ukraine zu helfen und Russland aufzuhalten. „Als ehemaliger Bundeswehrsoldat war mir bewusst, wie schnell es enden kann“, sagt er. „Dass man das weiß, heißt aber nicht, dass man es auch versteht.“