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„Aktenzeichen XY“: Nach Skelettfund im Rhein-Sieg-Kreis zahlreiche Hinweise

Sendung „Aktenzeichen XY“ : Nach Skelettfund im Rhein-Sieg-Kreis gibt es zahlreiche Hinweise

1994 haben Schüler im Rhein-Sieg-Kreis ein Skelett gefunden. Nach einem Zeugenaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hat die Mordkommission nun bislang 65 Hinweise bekommen.

Bei zehn der Hinweise möglicher Zeugen nach der Sendung ermitteln Beamte nun weiter, teilte die Polizei in Bonn am Donnerstag mit. Bei dem in der Fahndungssendung am Mittwoch vorgestellte Fall gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt aus.

Die Hinweise beziehen sich einem Sprecher zufolge eher auf das Opfer als auf einen möglichen Täter. Schüler hatten in einem Wald in der Gemeinde Ruppichteroth am 23. Mai 1994 mehrere Knochen entdeckt und die Polizei informiert. Zunächst deuteten die rechtsmedizinischen Untersuchungen darauf hin, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt.

Doch als bei dem sogenannten „Cold Case“ - ein bislang ungeklärter Kriminalfall, der neu aufgerollt wird - die DNA der Toten im Jahr 2021 erneut überprüft wurde, stellt sich heraus, dass das Opfer ein Mann ist. Die Methode in den 1990er-Jahren war noch fehleranfällig, hieß es dazu in der ZDF-Sendung am Mittwochabend.

Gut 27 Jahre nach dem Vorfall ist die Identität des Mannes, der zum Todeszeitpunkt etwa zwischen 25 und 35 Jahren alt gewesen sein soll, noch immer ungeklärt. Deshalb bat die Polizei am Donnerstag weiter nach Hinweisen aus der Öffentlichkeit. Der Fundort der Leiche sei äußerst schwer zugänglich, weshalb die Ermittler von einer ausgeprägten Ortskenntnis von Opfer oder Täter ausgingen.

(top/dpa)