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Abistreich in Aachen: Schüler sollen mehr als 4600 Euro zahlen

Schule in Aachen : Überzogener Abistreich: Schüler sollen über 4600 Euro zahlen

Im März sorgten die Abiturienten einer Schule in Aachen mit einem überzogenen Abistreich für einen Großeinsatz der Polizei. Nun hat diese an die Schüler die Rechnung für den Einsatz verschickt: Insgesamt 4628,50 Euro sollen die zehn verantwortlichen Schüler zahlen.

Jeder der zehn Schüler sei aufgefordert worden, 462,85 Euro zu zahlen, so die Polizei. Denn ingesamt macht die Behörde für den Großeinsatz 4628,50 Euro geltend. Am 23. März hatten mehrere, teils vermummte Schüler sich bewaffnet der Schule genähert. Auch wenn es sich, wie sich später herausstellte, bei den Waffen lediglich um Nachbildungen handelte, hatten besorgte Anwohner die Polizei informiert, weil sie die Schusswaffen für echt gehalten hatten.

Zwar stellte sich das Ganze beim Eintreffen der Polizei als völlig missratener Abistreich heraus. Es hätte aber auch ganz anders ausgehen können, heißt es vonseiten der Polizei.

Fünf der 18 bis 20-Jährigen haben ihren Kostenanteil bereits komplett bezahlt, erklärte die Polizei. Mit drei Beteiligten wurden Ratenzahlungen vereinbart. Zwei haben bis jetzt auf den Kostenbescheid nicht reagiert. Hier werde nun ein Mahnverfahren eingeleitet.

Unterdessen laufen die Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und Störung des öffentlichen Friedens weiter.

Bis auf zwei Beteiligte haben die jungen Leute ihren Fehler eingesehen und sich aufrichtig entschuldigt, so die Polizei. Einige Eltern der betroffenen Schüler ließen die Polizei wissen, dass sie die Kostenumlage richtig finden und ihre Kinder nun jobben, um die Kosten begleichen zu können.

Hier geht es zur Infostrecke: Chronik: Bei diesen Abi-Streichen kam die Polizei

(ots)