Aachen: RWTH präsentiert elektrischen Lastwagen für Stadtverkehr

Prototyp für sauberere Luft : Aachener Forscher präsentieren elektrischen Lastwagen für Stadtverkehr

Wissenschaftler aus NRW haben einen kleinen elektrischen Lastwagen für den Stadtverkehr als Prototyp gebaut. Damit liefern sie der Industrie eine Art Baukasten, damit die Massenproduktion einfacher wird.

Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen wollen die Massenproduktion von elektrischen Lastwagen unterstützen und haben dazu einen elektrischen Lkw als Prototyp vorgestellt. Der „LiVe 1“ soll preiswert in Produktion und im Unterhalt sowie praktisch für den Stadtverkehr sein. Genutzt etwa von Postzustellern, Gartenbaubetrieben oder Kommunen könnte der 7,5-Tonner dazu beitragen, dass es weniger Schadstoffe in der Luft gibt, teilte der Lehrstuhl Produktionstechnik für Elektromobilitäts-Komponenten mit.

Ausgehend von „LiVe1“ entwickeln die Fachleute eine Art Baukastensystem mit einzelnen Modulen, aus dem sich die Industrie bedienen kann. In dem Baukasten werden technische Zuschnitte für einzelne Module der Antriebstechnik beschrieben. „Bei Elektromotoren werden zwar schon viele Dinge entwickelt, aber es gibt zu wenig, was für eine Massenproduktion tauglich wäre“, sagte Projektleiter Gerret Lukas.

Insgesamt soll es vier Prototypen geben. Zwei sollen mit Batterien betrieben werden, ein Lastwagen mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle und ein weiterer ist als Oberleitungs-Lkw geplant. „Der funktioniert fast wie eine Straßenbahn ohne Schiene, aber auf Rädern“, sagte Lukas.

Zu den Partnern gehört unter anderem eine Tochter der Deutschen Post, die Streetscooter GmbH. Dieses Unternehmen stellt die E-Transporter der Post her.

(mba/dpa)
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