Aachen: 46-Jähriger steht wegen Mordes vor Gericht

Ein Toter, ein Querschnittsgelähmter : Langenfelder steht nach Unfall wegen Mordes vor Gericht

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall steht ein 46-jähriger Mann seit Dienstag wegen Mordes und versuchten Mordes in Aachen vor Gericht.

Kurz nach der Trennung soll der Langenfelder laut Anklage mit seinem früheren Lebensgefährten als Beifahrer vorsätzlich in ein Auto gerast sein, das an einer roten Ampel stand, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Er habe laut Anklage bei dem Unfall im Januar in Alsdorf bei Aachen seinen Ex-Partner und sich töten wollen. Dazu sei er mit mindestens 135 Stundenkilometern ungebremst aufgefahren. Der Angeklagte äußerte sich beim Prozessauftakt nicht.

Sein Ex-Partner starb im Alter von 43 Jahren. Der damals 48 Jahre alte ahnungslose Fahrer, der an der Ampel wartete, ist in Folge des Unfalls querschnittgelähmt, wie Gerichtssprecher Daniel Kurth mitteilte. Ersthelfer hatten ihn nach damaligen Polizeiangaben reanimiert. Der Mann ist Nebenkläger in dem Verfahren.

Verletzt wurde auch eine damals 30 Jahre alte Frau. Die Anklage wirft dem 46-Jährigen Mord und versuchten Mord in zwei Fällen vor.

(hsr/dpa)
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