A44 und A1: Achtjähriger aus Soest wieder mit Auto auf Autobahn unterwegs

Auf A44 und A1 : Achtjähriger unternimmt wieder Spritztour - und baut Unfall

Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche ist ein Grundschüler aus Soest mit dem Golf seiner Mutter über die Autobahn gerast - teilweise mit Tempo 180. In der Dortmunder Innenstadt fuhr er über rote Ampeln, dann baute er einen Unfall.

Der Junge aus Soest nahm sich sich offenbar in der Nacht zu Freitag gegen Mitternacht die Schlüssel des VW Golf seiner Mutter und startete den Motor, berichtet die Polizei. Dann fuhr er mit dem Automatik-Wagen auf die A44 in Richtung Dortmund. Gegen 0.30 Uhr meldete ein Zeuge ein schnell fahrendes Auto in der Dortmunder Innenstadt, das unter anderem über rote Ampeln fährt. Zudem soll am Steuer des Wagens ein Kind sitzen, berichtete der Zeuge laut Polizei.

Während die Polizisten noch in der Innenstadt nach dem Jungen im Auto suchten, war er offenbar auf die A1 in Richtung Köln gefahren. Der Achtjährige sagte später den Polizisten, dass er zwischenzeitlich mit 180 Stundenkilometern unterwegs gewesen sei. Als er in Höhe der Raststätte Lichtendorf von der Autobahn abfuhr, prallte er gegen den Anhänger eines parkenden Lastwagens. Während das Auto stark beschädigt wurde, blieb der Junge unverletzt.

Bereits am 21. August  war der Achtjährige mit dem Golf seiner Mutter mitten in der Nacht über die Autobahnen rund um Soest gefahren. Er hatte den Wagen dann selbst auf einen parkplatz gelenkt, weil er Angst bekommen habe, wie er der Polizei sagte.

Die Polizei hatte erst kurz zuvor die Familie des Jungen besucht und mit den Eltern über den ersten Vorfall geredet. „Offenbar wurde der Sinn dieser Gefährderansprache nicht ernst genommen“, berichtet die Polizei. Mittlerweile befinde sich der Junge in psychologischer Betreuung.

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