Fertigstellungs-Termin rückt näher Arbeiten an A40 verlaufen planmäßig

Düsseldorf · Noch 21 Tage, dann soll Schluss sein mit der Vollsperrung auf der A40 zwischen dem Autobahndreieck Essen und der Anschlussstelle Essen-Zentrum. Seit dem 7. Juli wird gebaggert, geteert und saniert. Der federführende Landesbetrieb Straßenbau NRW ist zufrieden.

Die Bauarbeiten auf der A40 im Zeitraffer
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Die Bauarbeiten auf der A40 im Zeitraffer

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"Wir sind noch immer im Zeitplan und noch immer guter Dinge, bis zum 30. September fertig zu werden", sagt Andreas Roth. Der Abschlusstermin sei zeitlich zwar "ein sportliches Ziel", aber man dürfe "Stolz sein, dass es bisher prima geklappt hat", lobt der Straßen.NRW-Sprecher.

Nacht-Arbeiten nur im schlimmsten Fall

Bis auf eine Ausnahme zu Beginn der Bauarbeiten wurde auf eine Sondergenehmigung, die Arbeiten auch nach 22 Uhr erlaubt, verzichtet. Lediglich "ganz am Anfang waren drei Nächte eingeplant", erklärt Roth. "Die Maßnahmen wurden dann aber nach ein oder zwei Nächten gestoppt, da die Lärmbelästigung doch größer ausgefallen ist, als gedacht. Das wollten wir den Anwohnern nicht zumuten." Eine weitere Sondergenehmigung für nächtliche Baumaßnahmen sei daher nur eine "Option für den schlimmsten denkbaren Fall", sagt der Experte.

Auch der befürchtete Gau nach dem Ende der Schulferien blieb aus. "Das war natürlich der große Angsttermin, aber das Chaos ist nicht eingetreten. Es gab nur ein paar einfache, völlig normale Staus", so Roth. Dies habe vor allem daran gelegen, dass die Leute gewusst hätten, welche Alternativen sie haben.

Die ursprünglich eingeplanten 18 Millionen Euro Baukosten können indes nicht eingehalten werden. "Es werden nun doch ein bis zwei Millionen mehr, da wir bei den Arbeiten noch mehr entdeckt haben", erklärt Projektleiterin Annegret Schaber. So wurden beispielsweise die Entwässerungsleitungen im Ruhrschnellwegtunnel saniert, ein Mangel, der vor Baubeginn noch nicht sichtbar war. "Wir dachten, wir machen direkt alles in einem, denn so gut wie jetzt kommen wir nie wieder an diese Strecke heran", sagt Schaber.

Weitere Projekte nicht ausgeschlossen

Projekte, die in Zukunft in ähnlicher Form abgewickelt werden könnten wie die Vollsperrung der A40 wollte Roth nicht ausschließen: "Die Sache war natürlich nicht als Musterfall eingeplant, aber vor dem Hintergrund, dass es bisher so glatt gelaufen ist, ist natürlich klar, dass man sich bei ähnlich gelagerten Vorhaben durchaus die Frage stellt, ob man nicht aus dem jetzigen Projekt lernen kann", sagt Roth.

Gleichzeitig wies er daraufhin, dass die A40-Vollsperrung in dieser Form natürlich "nicht eins zu eins auf andere Projekte" zu übertragen sei. Schließlich gebe es nicht viele Autobahnen in Nordrhein-Westfalen, die so gute Ausweichmöglichkeiten zulassen würden, wie die A40.

Die Vollsperrung einer der meistbefahrenen Autobahnen im Ruhrgebiet ist ein bislang einmaliges Modellprojekt. Statt einer 24-monatigen Bauzeit mit Teilsperrungen, führt der Landesbetrieb eine Vielzahl von Sanierungsarbeiten auf einen Schlag durch. Seit nunmehr neun Wochen rollen die Baufahrzeuge von Montag bis Sonntag über den Ruhrschnellweg, täglich von 6 Uhr bis 22 Uhr — in 21 Tagen soll auch das Geschichte sein.

(sgo)