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A3-Unfall bei Köln: Diese 25 Lärmschutzwände in NRW werden überprüft

Nach tödlichem Unfall auf A3 : Diese 25 Lärmschutzwände in NRW werden überprüft

Nach dem tödlichen Lärmschutzwand-Unfall auf der A3 sollen in nächster Zeit 25 Straßenabschnitte in NRW untersucht werden, an denen ähnliche Konstruktionen verbaut wurden. Betroffen sind unter anderem Düsseldorf, Duisburg, Köln, Neuss und Solingen.

Während der „handnahen Sichtprüfungen“ kann es laut Verkehrsministerium in Einzelfällen kurzfristig zur Sperrung einzelner Fahrstreifen kommen. Einen genauen Zeitplan für die Prüfungen gebe es noch nicht, die Planungen liefen, erklärte Straßen.NRW am Freitag.

Folgende Streckenabschnitte sind betroffen:

  • A1 zwischen Wuppertal-Langerfeld und -Ronsdorf
  • A3 zwischen Köln-Mülheim und -Delbrück, zwischen Köln-Delbrück und Köln-Ost sowie zwischen Köln-Ost und Dreieck Heumar
  • A44 zwischen Düsseldorf-Lang-Latum und -Messe
  • A46 zwischen Wuppertal-Katernberg und -Varresbeck
  • A57 zwischen Neuss-West und -Reuschenberg
  • A59 zwischen Duisburg-Duissern und -Zentrum sowie zwischen Duisburg-Zentrum und -Hochfeld
  • B42 bei Oberdollendorf
  • B51 bei Wermelskirchen
  • B54 bei Kreuztal, bei Kreuztal-Buschhütten und bei Siegen
  • B57 bei Alsdorf
  • B62 bei Siegen
  • L23 bei Würselen
  • L141 bei Solingen
  • L157 bei Wermelskirchen
  • L357 bei Solingen-Gräfrath
  • L402 bei Langenfeld
  • L418 bei Wuppertal-Freudenberg
  • L530 bei Altena
  • L562 bei Siegen
  • L924 bei Hattingen-Blankenstein

Vor rund zwei Wochen war an der Stelle eine Autofahrerin von einer Betonplatte erschlagen worden, die sich aus der Lärmschutzwand gelöst hatte. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass die mangelhafte Konstruktion von Lärmschutzwänden schon 2008 bekannt gewesen sei.

In dem Abnahmeprotokoll sei „die improvisierte Konstruktion als Mangel aufgeführt und nur unter dem Vorbehalt eines statischen Nachweises abgenommen“ worden, erklärte Straßen.NRW. Dieser Nachweis sei „trotz mehrfacher Aufforderung nicht erbracht“ worden. Die Baufirma sei mittlerweile insolvent. Zur Frage, warum der Mangel im Endeffekt nicht abgestellt worden sei, wollte ein Sprecher des übergeordneten NRW-Verkehrsministeriums sich wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Die Kölner Staatsanwaltschaft will nun zunächst das Ergebnis ihres Gutachtens abwarten, das in einigen Wochen vorliegen werde. „Wir ermitteln weiterhin in alle Richtungen gegen Unbekannt“, sagte ein Sprecher. Die Erkenntnisse von Straßen.NRW flössen in die Ermittlungen mit ein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sechs Betonplatten an A3 bei Köln abgenommen

(mba/dpa)