A2-Brücke bei Hamm mit Planungfehler, Autobahn muss verschoben werden

Fehler bei der Planung: A2-Brücke falsch gebaut, Autobahn verschoben

Es ist ein kleiner Messfehler mit großer Wirkung: Beim Ausbau der A2 zwischen Kamen und Hamm sind eine neue Brücke und die Autobahn aneinander vorbei gebaut worden. Die Autobahn musste daraufhin verschoben werden - für 600.000 Euro.

Es war wirklich knapp. Um 45 Zentimeter verpassten sich Brücke und Autobahn am Ende - weil die Brücke zu weit seitwärts gebaut worden war. Damit die A2 trotzdem wie geplant angeschlossen werden konnte, musste die Autobahn auf 600 Metern verschoben werden. Dadurch waren auch an drei weiteren Brücken Änderungen nötig.

Bei Nachmessungen fand der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW zunächst keinen Fehler. Erst als das Bauunternehmen Alarm schlug, musste der Landesbetrieb die falschen Messwerte einräumen: "Da sind bei der Planung schlichtweg Fehler passiert", gibt Bernd Löchter von Straßen.NRW zu, "aber Fehler sind menschlich."

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Ein Messingenieur hatte falsche Daten ermittelt, ohne dass das zunächst jemandem auffiel. Mittlerweile hat man das Messverfahren geändert, versichert Löchter: "Wir haben jetzt ein Vier-Augen-System eingeführt, damit solche Fehler nicht mehr vorkommen. Und das sind sie seitdem auch nicht mehr."

Gebaut wurde die Brücke zwischen 2008 und 2009, während des Ausbaus der A2 von vier auf sechs Spuren. Den Fall öffentlich gemacht hat jetzt ein Bericht des Bundesrechnungshofs.