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84 Prozent mehr Asylbewerber in NRW

Städte sind überfordert : 84 Prozent mehr Asylbewerber in NRW

Die Zahl der Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen steigt weiter an: Im vergangenen Juli kamen laut Innenministerium 3497 Asylsuchende neu nach NRW. Das waren 84 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Im Juli 2013 suchten im Vergleich 1898 Menschen Zuflucht in NRW. Die Bezirksregierung in Arnsberg teilte zugleich am Donnerstag mit, sie rechne mit einer weiteren Steigerung im Herbst.

Deutschlandweit erwartet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in diesem Jahr 170 000 Asylanträge - so viel wie seit 20 Jahren nicht mehr. Auf Nordrhein-Westfalen entfallen davon rund 37 000. Die meisten Asylbewerber kommen aus dem Bürgerkriegsland Syrien, gefolgt von Serbien, Eritrea und dem Irak.

Auch in NRW sind die Unterbringungskapazitäten erschöpft. Duisburg hat eine Zeltstadt errichtet, in die bisher aber noch kein Flüchtling einziehen musste. Viele Städte weichen auf Notunterkünfte wie Kasernen oder Kliniken aus, die aber aus allen Nähten platzen. Auch die Bezirksregierung Arnsberg will eine Notunterkunft in einem früheren Klinikgebäude in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) aufstocken auf 450 Plätze. Zudem wird eine weitere Notunterkunft mit 100 Plätzen in Bad Salzuflen eröffnet. Wegen der angespannten Lage sei die Behörde zudem in Gesprächen und Planungen für weitere Unterbringungseinrichtungen.

(lnw)