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37,4 Grad in Weilerswist: Das war der bislang heißeste Tag des Jahres in NRW

37,4 Grad in Weilerswist : Samstag war der bislang heißeste Tag des Jahres in NRW

Schon am Mittag hatte es sich angedeutet: Der Blick aufs Thermometer zeigte bereits 34 Grad Celsius. Am Abend bestätigte sich die Vermutung - der Samstag war der bislang heißeste Tag des Jahres in Nordrhein-Westfalen. Und das heiße Wetter hält weiter an.

Die heißen Temperaturen seien nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit. „Es ist aber schon besonders, dass die Hitze nun schon sieben, acht Tage anhält“, so die Wetterexpertin. Das sei sehr anstrengend für die Menschen.

Der höchste Wert deutschlandweit wurde nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes an der Wetterstation Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) mit 38,2 Grad gemessen. Das war aber kein neuer Höchstwert für dieses Jahr - den gab es am 31. Juli mit 38,5 Grad im südbadischen Rheinfelden. Auch in Trier-Petrisberg lag der Höchstwert an diesem Tag mit 38,4 etwas höher.

Auch die kommenden Tage soll es weitgehend sonnig und warm bleiben. Im Bergland könne es am Sonntag jedoch zu Gewittern und lokalem Starkregen kommen. Laut der Meteorologin sind vor allem die Eifel und das Rothaargebirge betroffen. Im restlichen Bundesland bleibt es aber heiß mit Temperaturen über 30 Grad. Auch in den Nächten soll es kaum Abkühlung geben, weil sich die Hitze staue. „Das Problem ist, dass man nachts kaum durchlüften kann, weil es so warm bleibt“, sagte die Wetterexpertin. Stattdessen rate sie dazu, in den frühen Morgenstunden zu lüften.

Trotz der Höchsttemperatur für das Jahr 2020 ist der Rekordwert vom Vorjahr noch nicht erreicht. 2019 waren an einigen Orten in NRW Spitzentemperaturen über 41 Grad erreicht worden.

Das heiße Sonnenwetter hat auch für eine erhöhte Ozon-Konzentration in der Atemluft gesorgt. In Krefeld wurde am Samstag ein Höchstwert von 219 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mitteilte.

Ozon ist ein farbloses und giftiges Gas in der Atmosphäre. Es kann die Schleimhäute reizen sowie Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen hervorrufen. Eine natürliche Ozonschicht in über 20 Kilometern Höhe schützt die Erde vor schädlicher UV-Strahlung. In Bodennähe wird es bei starker Sonneneinstrahlung durch chemische Prozesse aus Schadstoffen wie etwa Stickoxiden gebildet. Überschreitet die Konzentration die Menge von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, muss die Öffentlichkeit informiert werden. Ab 240 Mikrogramm gelten die Warnungen für alle Menschen.

(felt/dpa)