2019 in NRW: Die größten Events, Konzerte und Festivals

Das Jahr im Überblick: Sport-Events, Festivals, Landespolitik - das ist 2019 in NRW los

Von der Handball-WM bis zum Parookaville-Festival: In NRW ist auch 2019 viel los. Zudem muss die schwarz-gelbe Landesregierung ihre Halbzeitbilanz präsentieren. Wir stellen eine Auswahl vor.

Sport:

  • Ein sportliches Großereignis findet gleich zu Anfang des Jahres statt: die Handball-Weltmeisterschaft der Herren. Diese findet vom 10. bis 27. Januar in Deutschland und Dänemark statt, an den Standorten Berlin, Hamburg, München, Herning, Kopenhagen und Köln. In Köln werden die Hauptrunde und der sogenannte President’s Cup, Spiele zwischen den viert- und sechstplatzierten Mannschaften, statt. Qualifiziert sich die deutsche Nationalmannschaft um Uwe Gensheimer, Finn Lemke und Co. für die Hauptrunde, ist sie am 19., 21. und 23. Januar in Köln zu Gast. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, alle Spiele werden aber auch live im Fernsehen (Eurosport und ARD) zu sehen sein.
  • Wer nicht nur zuschauen, sondern sich selbst beteiligen will, ist bei einem der vielen Läufe in NRW richtig. Zum Beispiel bei einem der vielen Marathons: Am 7. April geht es durch Bonn, am 28. April durch Düsseldorf und am 13. Oktober durch Köln. Für Abenteuerlustige bietet sich eine Teilnahme am Hindernislauf „Mud Masters Obstacle Run“ in Weeze am 11. und 12. Mai an. Durchschnittlich 70 Hindernisse gilt es hier bei jedem Lauf zu überwinden.

Konzerte:

  • Mit Sting kommt am 25. Juni ein Weltstar nach Mönchengladbach in den Sparkassenpark. Laut Veranstalter will der Sänger auf seiner Tour „My Songs“ die beliebtesten Lieder seiner gesamten Karriere spielen – für Fans sollten also sowohl Klassiker aus Police-Zeiten dabei sein als auch Solo-Hits. In den letzten Jahren ähnlich erfolgreich ist die Band Thirty Seconds To Mars, die am 15. August im Sparkassenpark gastiert. Die Band rund um Hollywoodstar Jared Leto spielt dabei ihr einziges Deutschlandkonzert 2019 abseits großer Festivals.
  • In Düsseldorf können sich Fans von Bob Dylan schon einmal den 31. März rot im Kalender anstreichen: Dann gastiert der Musiker und Lyriker in der Mitsubishi Electric Halle. Weitere Highlights des Jahres in der Rheinmetropole: Götz Alsmann am 16. und 17. Mai im Savoy-Theater, Bon Jovi am 3. Juli in der Merkur-Spiel-Arena und Manowar, die am 5. November ebenfalls im Savoy-Theater gastieren.
Bob Dylan spielt 2019 in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Foto: rtr, TC/HD
  • Insgesamt fünf Mal treten die beiden Rapper Marteria und Casper mit ihrem gemeinsamen Hit-Album „1982“ bei eigenen Open-Air-Konzerten auf – davon einmal in Essen. Am 31. August spielen sie ein Konzert am Baldeneysee.
  • Und auch in Köln ist einiges los: Unter anderem gastieren Max Giesinger (17. Februar, Palladium), Florence & the Machine (5. März, Lanxess-Arena), Muse (29. Juni, RheinEnergie-Stadion) und Cher (5. Oktober, Lanxess-Arena) in der Domstadt.

Festivals:

  • 80.000 Quadratmeter Fläche, 50.000 Besucher und 150 DJs aus der ganzen Welt haben das Parookaville-Festival (19. bis 21. Juli 2019) in Weeze zum Ort der Superlative gemacht. Der fiktionale Ort samt seinem Gründungsvater "Bill Parooka" ist binnen kürzester Zeit zum absoluten Kultfestival mutiert. In diesem Jahr geht die Reise weiter.
  • Bereits seit 2006 gibt es das schräg benannte und extrem kultige "Eier mit Speck"-Festival in Viersen auf der Rockwiese am Stadion Hoher Busch. In diesem Jahr steigt es vom 26. bis 28. Juli 2019. Passend zum bunt gemischen Publikum kommt auch die Musik aus allen Genre-Ecken nach Viersen: Egal ob Rock, Pop, Hip-Hop oder auch Metal, Ska und Elektro, hier gibt's nichts, was es nicht gibt.

Das Docklands Festival (Datum steht noch nicht fest) ist ein elektronisches Musikfestival in Münster und feiert 2019 zehnjähriges Jubiläum. Das Programm tagsüber im Sonnenschein bringt ein starkes House-, Techno- und EDM-Line-up mit einer energiegeladenen Atmosphäre und riesigen Massen zusammen. Und sobald die Sonne hinterm Horizont verschwindet, öffnet das kreative Viertel der Stadt (Am Hawerkamp) seine Türen und bietet Sets und Live-Auftritte in Clubs, Bars, Studios und Veranstaltungsorten bis zum Morgengrauen.

Kabarett & Literatur:

  • Helge Schneider verbindet als Komiker, Kabarettist, Schauspieler und Musiker bei seinen Bühnenauftritten Klamauk und Parodien mit Jazzmusik. Auf seiner nächsten Tour „Ordnung muss sein“ gibt es Helge wieder ganz neu. Mit seiner Band Hardcore verspricht er seinen Hit „Katzenklo“ sogar auf Japanisch. In Düsseldorf spielt er am 14. und 15. Februar um 20 Uhr in der Tonhalle. Tickets online unter www.westticket.de In Köln tritt er sogar open air auf: am 7. September um 19 Uhr im Tanzbrunnen.
„Ordnung muss sein“ heißt das aktuelle Programm von Helge Schneider. Er gastiert 2019 in Köln und Düsseldorf. Foto: Schneider/Helge Schneider
  • Vom kleinen Literaturfest zum europäischen Top-Kulturereignis: Zur 19. Lit.Cologne mit fast 200 Veranstaltungen kommen vom 19. bis 30. März 2019 wieder viele international namhafte Autoren und Schauspieler nach Köln. Auch dabei zum Beispiel der britische Autor Simon Beckett. Genauere Informationen finden Sie hier.
  • Fotos : Der Jahresrückblick 2018 aus NRW in Bildern

Landespolitik:

Ende 2019 ist Halbzeit für Laschets schwarz-gelbe Koalition in NRW. Damit liegt ein entscheidendes Jahr vor ihm, um eine gute Zwischenbilanz vorlegen zu können. Folgende Themen werden 2019 in der NRW-Politik voraussichtlich eine größere Rolle spielen:

Armin Laschet (r, CDU) und Joachim Stamp (FDP) müssen 2019 mit ihrer schwarz-gelben Landesregierung Bilanz ziehen. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Kita: Mit Spannung werden die Eckpunkte für ein neues Kinderbildungsgesetz erwartet - Familienminister Joachim Stamp (FDP) will sie zu Jahresbeginn vorlegen. Die Novelle, die laut Plan zum Kita-Jahr 2020/21 in Kraft treten wird, soll die Unterfinanzierung der rund 9800 Kindertagesstätten in NRW beseitigen. Für 2017 und 2018 hatten sie bereits millionenschwere Finanzspritzen erhalten.

Schulen: Eine Mega-Aufgabe steht NRW mit dem Umstieg von acht auf neun Jahre am Gymnasium (G9) zum kommenden Schuljahr bevor. Der Landtag hat im ersten Halbjahr noch 25 Kernlernpläne zu verabschieden. G9 soll weitgehend ohne Nachmittagsunterricht auskommen. Anfang des Jahres will Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine Digitalstrategie und einen «Masterplan Grundschule» vorlegen. Dabei geht es unter anderem um eine mögliche Rückkehr zu verbindlichen Schulempfehlungen am Ende des 4. Schuljahres.

Hochschulen: Voraussichtlich zur Jahresmitte wird ein neues Hochschulgesetz verabschiedet. Es sieht mehr Freiheiten für die Universitäten vor, aber mehr Pflichten für Studierende - etwa zur Anwesenheit in Seminaren. Die Novelle soll zum Wintersemester 2019/20 in Kraft treten.

Innere Sicherheit: Anfang 2019 soll eine Task Force zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität ihre Arbeit aufnehmen. Dazu bündeln Landeskriminalamt (LKA), Staatsanwaltschaften und Finanzverwaltung ihre Kompetenzen, um Terrorfinanzierung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung wirksamer zu bekämpfen. Das LKA wird in der ersten Jahreshälfte auch ein Lagebild zur Clankriminalität vorstellen. Der Fokus liegt auf Gruppen aus dem türkisch-arabischen Raum. Das Salafismus-Präventionsprogramm „Wegweiser“ soll um 7 auf 25 Anlaufstellen ausgeweitet werden.

Polizei: Nicht nur mit einem verschärften Polizeigesetz, sondern auch mit moderner Ausrüstung und Kommunikationstechnologie soll die Polizei effektiver arbeiten können. Ab 2019 sollen die Beamten flächendeckend mit Smartphones ausgestattet werden, damit sie mobiler und besser vernetzt sind. Außerdem sollen Fahndungsdaten und Personalien mobil abgefragt werden können.

Asyl: Die zügige Abarbeitung von Asylanträgen und die Rückführung von abgelehnten Bewerbern sowie der Umgang mit Geduldeten stellen die Regierung auch 2019 vor große Herausforderungen. Mit weiteren zentralen Ausländerbehörden will Flüchtlingsminister Stamp die Kommunen entlasten. Mit einer Bundesratsinitiative möchte er gleichzeitig Bleiberechte für gut Integrierte und Auszubildende anregen.

Umwelt: Eine höchst anspruchsvolle Aufgabe hat Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zu bewältigen. Sie kämpft gegen Diesel-Fahrverbote und muss als oberste Fachaufsicht der Bezirksregierungen sicherstellen, dass ehrgeizige Luftreinhaltepläne aufgestellt werden, um die Grenzwerte für Stickstoffdioxid schnellstens einzuhalten. Weil dies in vielen Städten nicht der Fall ist, haben Gerichte bereits mehrere Fahrverbote für ältere Diesel verhängt - auch für Teile der Autobahn 40.

Energie: Im Frühjahr will die Landesregierung Eckpunkte für eine bezahlbare, klimafreundliche Energieversorgung vorstellen.

Gesundheit: Im Wintersemester 2019/20 sollen die ersten mit «Landarztquote» ausgewählten 168 Medizin-Studenten an den Start gehen. Zudem wird an der Universität Bielefeld eine medizinische Fakultät errichtet. Beide Maßnahmen sollen helfen, dem zunehmenden Ärztemangel entgegenzuwirken.

Kommunen: Die teuren Straßenbaubeiträge stehen auf dem Prüfstand. Mit der geplanten Modernisierung des Kommunalabgabengesetzes könnte dafür gesorgt werden, dass Grundstückseigentümer nicht mehr zur Kasse gebeten werden, wenn das Straßennetz erneuert, erweitert oder verbessert wird. Eine Volksinitiative mobilisiert bereits für die Abschaffung der Beiträge.

Bürokratie: Mit einem vierten „Entfesselungspaket“ will die Koalition die Bürger von weiterem bürokratischen Ballast befreien. Nach der Liberalisierung der Ladenöffnung und diversen vereinfachten Planungs- und Genehmigungsverfahren soll jetzt das Zuwendungsrecht entrümpelt werden.

Europa: Zum 1. Januar wird Laschet Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Beziehungen zu Frankreich. In NRW lag die Amtsführung zuletzt zwischen 1969 und 1970 in den Händen des damaligen Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD). Mit einem „Benelux-NRW-Jahr“ soll zudem die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Belgien, Niederlande und Luxemburg gestärkt werden.

((mit dpa))
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