1. NRW

Schuldenschnitt beschert Minus: NRW verliert 168 Millionen mit griechischen Anleihen

Schuldenschnitt beschert Minus : NRW verliert 168 Millionen mit griechischen Anleihen

Der Schuldenschnitt in Griechenland beschert NRW ein dickes Minus: Das Land Nordrhein-Westfalen hat rund 168 Millionen Euro bei Geschäften mit griechischen Staatsanleihen verloren.

Für die Versorgungsrücklage zur Sicherung der Beamtenpensionen seien in den Jahren 2004 und 2005 griechische Anleihen mit einem Nennwert von rund 332 Millionen Euro gekauft worden, bestätigte das Düsseldorfer Finanzministerium am Dienstag einen Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers". Davon seien nur 164 Millionen zurückgeflossen.

Papiere im Wert von 112 Millionen waren bereits im Jahr 2010 fällig und wurden von Griechenland vollständig zurückgezahlt. Die restlichen Anleihen im Wert von 220 Millionen Euro waren von dem Schuldenschnitt für Griechenland betroffen. Sie konnte das Land im Oktober 2012 für nur noch 52 Millionen Euro verkaufen, so dass der Verlust 168 Millionen Euro beträgt.

Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte im März 2012 auf die Folgen des Schuldenschnitts für die Versorgungsrücklage aufmerksam gemacht. Die Beamten müssten sich keine Sorgen um ihre Pensionen machen, hatte er versichert. Die 220 Millionen Euro hatten damals seinen Angaben zufolge 6,2 Prozent des gesamten angesparten Vermögens in der Versorgungsrücklage ausgemacht.

(lnw)