Düsseldorf: Mutter stirbt nach Schüssen auf die eigene Tochter

Düsseldorf : Mutter stirbt nach Schüssen auf die eigene Tochter

Eine 44-jährige Düsseldorferin, die im Verdacht stand, mehrfach mit einer Pistole auf ihre Tochter geschossen zu haben, ist gestern Abend in der Klinik gestorben. Nach den Schüssen, die die 18-Jährige schwer verletzt hatten, hatte ein Spezialeinsatzkommando die mutmaßliche Täterin selbst mit schweren Verletzungen in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Heerdt gefunden.

Informationen unserer Zeitung zufolge hatte die 18-jährige Tochter gestern mit einer Freundin zu einer mehrmonatigen Auslandsreise aufbrechen wollen. Das Mädchen hatte in diesem Jahr Abitur gemacht, galt als gute Schülerin und engagierte Sportlerin. Bei den Special Olympics in Düsseldorf hatte die Basketballerin im vergangenen Jahr zum Team der freiwilligen Helfer gehört.

Die Mutter soll mit der Reise nicht einverstanden gewesen sein. Als die 18-Jährige gestern Mittag blutüberströmt vor dem Haus zusammenbrach, in dem sie mit ihrer Mutter lebte, soll sie Ersthelfern gesagt haben, die Mutter habe geschossen, um die Reise zu verhindern.

Bauarbeiter hatten die schwer verletzte 18-Jährige entdeckt und versucht, ihre blutenden Wunden zu versorgen. Das Mädchen wurde von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Duisburg gebracht, während die Polizei das Mehrfamilienhaus umstellte und die anderen Bewohner hinaus brachte. In einem nahen Kindergarten wurden die Erzieherinnen aufgefordert, mit den Kindern im Gebäude zu bleiben.

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Noch während der Räumung des Hauses hatten Polizisten aus der Wohnung von Mutter und Tochter ein Stöhnen gehört. Wenig später fand das SEK die Mutter schwer verletzt am Boden. Die Polizei schließt nicht aus, dass sie sich selbst das Leben nehmen wollte, machte aber zur Ursache der tödlichen Verletzungen keine Angaben. Der Zustand der Tochter sei kritisch, aber stabil, hieß es.

(RP)
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