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Mülheim an der Ruhr: Polizei sichert mit Großaufgebot Clan-Hochzeit ab

Einsatz in Mülheim an der Ruhr : Polizei sichert mit Großaufgebot Clan-Hochzeit ab

In Mülheim an der Ruhr feierten am Sonntagabend zwei libanesische Großfamilien eine Hochzeit. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ein 38-Jähriger wurde verhaftet, drei weitere Gäste wurden abgeführt.

Die „libanesischen Großfamilien“ seien den Beamten einschlägig bekannt, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagabend. Es gebe auch Kontakte ins Rocker-Milieu.

Erwartet wurden bis zu 1000 Gäste aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland. Ziel des Einsatzes sei es, für Sicherheit zu sorgen, sagte die Polizeisprecherin vor der Feier. Hunderte Polizisten kontrollierten an Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen schließlich die Papiere von Hunderten Gästen in rund 160 Fahrzeugen.

„Wir stellen damit sicher, dass von den Anreisenden keine strafbaren Handlungen oder sonstige Rechtsverstöße begangen werden“, hatte die Polizei bereits vor dem Clan-Treffen bei Facebook mitgeteilt.

Grund für die umfangreichen Kontrollen: Viele der rund 1000 Gäste haben ein beträchtliches Vorstrafenregister. Bei ihrem Einsatz in Mülheim an der Ruhr verhafteten die Beamten am Sonntagabend unter anderem eine 38-jährige Person. „Solche Clans sind nicht harmlos“, sagte eine Polizeisprecherin. „Es ist es nicht unüblich, dass bei Hochzeiten plötzlich geschossen wird. Man muss die Bevölkerung schützen und die Gäste.“

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Statt mit den Familienclans zu feiern, mussten auch drei weitere Gäste mit auf die Wache. Eine Person hatte Drogen dabei, eine andere mindestens eine Waffe und bei einer dritten „stimmte etwas nicht mit dem Führerschein“, sagte die Sprecherin der Polizei.

Viele Mitglieder der beiden Großfamilien von Braut und Bräutigam sind den Angaben zufolge schon einmal vor Gericht verurteilt worden. Bei den Familien handle es sich um zwei der wichtigsten libanesischen Clans mit Verbindungen in alle Bundesländer und Kontakten ins Rocker-Milieu.

Auch während der Feier blieben Beamte in Uniform und in Zivil vor Ort. Abgesehen davon, dass vier Gäste abgeführt wurden, gab es laut Polizeiangaben keine Zwischenfälle.

(csi/juju/dpa)