Moers: Messer-Attacke in Moers: 13-Jähriger in Lebensgefahr

Moers: Messer-Attacke in Moers: 13-Jähriger in Lebensgefahr

Ein 13-Jähriger ist gestern Morgen in Moers mit einem Messer angegriffen worden. Laut Polizei sollen ein oder mehrere Unbekannte gegen 7.30 Uhr an der Ecke Jahnstraße/Zwickauer Straße im Stadtteil Meerbeck auf den Jungen irakischer Herkunft eingestochen haben. Dabei wurde der 13-Jährige lebensgefährlich verletzt. Der oder die Täter konnten nach dem Angriff fliehen. Der Junge konnte noch zurück nach Hause laufen und alarmierte die Polizei. Bei einem SEK-Einsatz am Abend in einer Wohnung wurde der offenbar verdächtige Bewohner nicht angetroffen. Weitere Erkenntnisse lagen noch nicht vor.

Wie Anwohner berichten, soll sich die Tat im direkten Umfeld der Wohnung des Opfers ereignet haben. Ein Rettungswagen brachte den Jungen in ein Krankenhaus. Er hatte schwere Verletzungen am Oberkörper erlitten und musste sofort operiert werden. Nach Angaben der Polizei schwebt er in Lebensgefahr, ist aber derzeit stabil.

Die Beamten führten in der Nähe des Tatorts Hausbefragungen durch und suchten die Gegend mit Hunden ab. Die Hintergründe sind bisher unklar. Meerbeck ist eine ehemalige Bergarbeiter-Siedlung. Von den rund 9000 Einwohnern sind mehr als 30 Prozent ausländischer Herkunft. Die Gegend gilt in Moers als belebt, aber auch als strukturschwach. Anwohner beschreiben das Viertel als unauffällig. Messerangriffe soll es in den vergangenen Jahren nicht gegeben haben.

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Erst kürzlich hatte das Landeskriminalamt bekanntgegeben, ab 2019 Attacken mit Stichwaffen statistisch zu erfassen. Nach einer Serie von Messerangriffen war die Frage nach einem Anstieg solcher Attacken laut geworden. Die Behörden konnten dazu keine Angaben machen.

Die Kripo in Duisburg hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittler suchen Zeugen, die zwischen 7.20 und 7.35 Uhr im Bereich Jahnstraße/Zwickauer Straße Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0203 2800 entgegengenommen.

(atrie)
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