1. NRW

Mehr Geld für den Digitalbus

Kommentar zum Digitalbus : Mehr Geld für den Digitalbus

Der Digitalbus kann nur ein erster Schritt sein bei der großen Aufgabe, die Schulen auf das digitale Zeitalter einzustellen. Und der Etatansatz dafür ist viel zu niedrig.

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) startet ein innovatives Projekt. Vom kommenden Jahr an soll ein Digitalbus an den Grundschulen des Landes Station machen. Das rollende Klassenzimmer soll Lehrern digitale Lehrmethoden näherbringen, Schüler auf ihrem künftigen Weg ins digitale Leben sinnvoll begleiten sowie Eltern aufklären und ihnen Hilfestellungen in digitalen Erziehungsfragen an die Hand geben. Die Schulministerin spricht von einem ersten Aufschlag. Viel mehr kann es auch nicht sein, denn der Truck wird nur einen Bruchteil der rund 2000 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen anfahren können.

Schade, dass nicht mehr Schulen des Landes davon profitieren können. Solange der Digitalpakt und die Milliarden an Bundesmitteln für die Länder wegen des grundsätzlichen Kompetenzstreits der beiden Ebenen auf sich warten lassen, braucht es gerade solch niedrigschwellige Angebote, um Schülern, Lehrern und auch Eltern Medienkompetenzen zu vermitteln. Allerdings lässt sich die Landesregierung diese Initiative nur rund 600.000 Euro kosten. Das ist viel zu wenig, um wirklich etwas Sinnvolles für mehr Digitalkompetenz ausrichten zu können.