Zahl der Asylklagen vor NRW-Gerichten 2016 stark gestiegen

17.500 im ersten Halbjahr: Zahl der Asylklagen vor NRW-Gerichten massiv gestiegen

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Asylbewerber, die vor Gericht für ihr Bleiberecht in Deutschland kämpfen, im ersten Halbjahr 2016 fast verdreifacht.

Bei den sieben Verwaltungsgerichten seien knapp 17.500 Klagen von abgewiesenen Asylbewerbern eingegangen, teilte das Justizministerium in Düsseldorf auf Anfrage mit. Im 1. Halbjahr 2015 seien nur knapp 6700 Klagen eingegangen, im gesamten vergangenen Jahr knapp 12.000. Im Vergleich zum Jahr 2012 hat sich die Zahl der Asylrechtsverfahren in NRW damit sogar mehr als versechsfacht.

Gerichte entscheiden deutlich schneller

Gleichzeitig sind die Gerichte bei ihren Entscheidungen deutlich schneller geworden: Dauerte ein Urteil im Hauptverfahren im Jahr 2012 noch durchschnittlich 10,2 Monate, waren es zuletzt nur noch 4,7 Monate, teilte das Ministerium mit.

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In NRW gibt es Verwaltungsgerichte in Aachen, Arnsberg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln, Minden und Münster. Die Gerichte können behördliche Entscheidungen wie abgelehnte Asylanträge aufheben.

(sb/dpa/lnw)