Neue Rüstungsfabrik am Niederrhein Wüst freut sich über Kampfjet-Produktion in Weeze

Exklusiv | Düsseldorf · Der Rüstungskonzern will für das Gemeinschaftsrüstungsprojekt Rumpfmittelteile künftig in NRW produzieren. Mehrer Bundesländer hatten sich als Standort angeboten.

Ein Kampfflugzeug vom Typ F-35A.

Ein Kampfflugzeug vom Typ F-35A.

Foto: AP/Senior Airman Joseph Barron

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Dienstag offiziell mitgeteilt, dass er im niederrheinischen Weeze eine Rüstungsfabrik plant. An dem Standort sollen Rumpfmittelteile für das Kampfflugzeug F35A entstehen. Es wird als Gemeinschaftsprojekt der Rüstungskonzerne Northrop Grumman, Lockheed Martin und Rheinmetall gebaut und gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge weltweit. Die Produktion in Weeze soll ab 2025 beginnen und mindestens 400 Rumpfmittelteile pro Jahr umfassen.

Mehrere Bundesländer hatten sich um die Ansiedlung der neuen Fabrik beworben. Entsprechend zufrieden zeigte sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Der CDU-Politiker sagte unserer Redaktion: „Die Standortentscheidung von Rheinmetall, Lockheed Martin und Northrop Grumman bestätigt die Attraktivität des Standortes Nordrhein-Westfalen für Investitionen und Innovationen. Mit der hochmodernen Fabrik zur Produktion der Rumpfmittelteile der F-35 Kampfjets in Weeze werden rund 400 Arbeitsplätze in unserem Land geschaffen und die Hochtechnologie- und Luftfahrt-Sparten spürbar und nachhaltig ausgebaut.“ Der damit verbundene Know-how-Transfer sei aus sicherheits- wie auch aus industriepolitischen Gründen wichtig, so der NRW-Regierungschef. „Seit Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine hat sich die geopolitische Lage in Europa und in der ganzen Welt verändert. Neue Investitionen in die Sicherheit sind erforderlich. Unsere Soldatinnen und Soldaten müssen die beste Ausrüstung haben, die es gibt. Auch dazu wird Rheinmetall mit seiner neuen Fabrik in Weeze einen entscheidenden Teil beitragen.“

Rheinmetall-Chef Papperger benutzte Superlative bei der Ankündigung: „Unweit der Landeshauptstadt Düsseldorf werden wir eine Fabrik errichten, die in Europa Maßstäbe setzen wird. Wir sind dankbar für das hohe Maß an politischer und administrativer Unterstützung, das wir am Standort Weeze bei der Standortsuche erfahren haben.“

Die geplante Fabrik soll eine Produktionsfläche von fast 60.000 Quadratmetern umfassen - also in etwa achteinhalb Fußballfelder groß sein. Neben der Montagelinie wird die Einrichtung auch Logistik- und Lagerbereiche, Forschungs- und Erprobungszentren, Schulungsräume und Qualitätskontrolle beherbergen.

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