Wirtschaft: Zahl der Insolvenzen in NRW gesunken, Pleiterisiko hoch

Weiter hohes Pleiterisiko: Zahl der Insolvenzen in NRW gesunken

Die Zahl der Unternehmenspleiten in NRW ist im vergangenen Jahr gesunken. Einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel meldeten 5671 Firmen Insolvenz an. Weiterhin hoch bleibt aber das Pleiterisiko.

Bundesweit gab es 2018 der Auskunftei zufolge 19.552 Firmeninsolvenzen – der niedrigste Wert seit Ende der 1990er Jahre. In NRW mussten 5671 Firmen Insolvenz anmelden – 185 weniger als im Jahr zuvor. Das teilte die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel am Donnerstag mit. Das Insolvenzrisiko war für die Firmen im Land aber weiter höher als in den meisten anderen Bundesländern.

Umgerechnet auf die Zahl der Unternehmen im Land war die Insolvenzquote nur in Bremen und Berlin 2018 höher als in Nordrhein-Westfalen. In NRW gab es demnach 85 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen, in Bremen 105 und in Berlin 89. Im Bundesschnitt waren es 59 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

Die niedrigste Quote hatte Bayern mit 41 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Ähnliche Zahlen hatte Mitte Dezember Creditreform veröffentlicht.

(kess/dpa)
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