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Rot-grüne Pläne in NRW: WestLB soll mit anderen Landesbanken fusionieren

Rot-grüne Pläne in NRW : WestLB soll mit anderen Landesbanken fusionieren

Die geplante rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will die angeschlagene Westdeutsche Landesbank (WestLB) nicht an eine Privatbank verkaufen oder zerschlagen.

"Wir verfolgen im Verlauf des Konsolidierungsprozesses das Ziel der Fusion der WestLB mit anderen Landesbanken. Dazu werden wir gemeinsam mit den weiteren Eigentümern der WestLB Gespräche mit den anderen Landesbanken und deren Eigentümern aufnehmen", heißt es nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp im rot-grünen Koalitionsvertrag. Eine "Zerschlagung" der WestLB sei "nicht akzeptabel".

"Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie ihren Einfluss nutzt, um vorhandenen Partikular- und Regionalinteressen zu überwinden", fordern die künftigen Regierungspartner.

"Der Landesbankensektor in Deutschland befindet sich insgesamt in einer Phase des Umbruchs. Für uns ist klar, dass am Ende dieses Umbruchs- und Konsolidierungsprozesses voraussichtlich nur eine Landesbank für Deutschland stehen wird", heißt es weiter. "Dieses neu geschaffene Institut muss die Funktion einer Sparkassenzentralbank wahrnehmen und sich nach wie vor als wichtiger Ansprechpartner für mittelständische Kunden bei nationalen und internationalen Geschäften verstehen."

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Die WestLB war in der Finanzmarktkrise ins Taumeln geraten und konnte nur durch Milliardenhilfen stabilisiert werden. Als erste Bank hatte das Institut Ende April Vermögenswerte in Höhe von 77 Milliarden Euro in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert. Nach der Ausgliederung der als nicht-strategisch angesehenen Aktivitäten soll der Rest der WestLB als Kernbank fortgeführt werden. Diese muss weiterverkauft werden, da dies die EU-Kommission zur Auflage gemacht hat.

Haupteigentümer der krisengeschüttelten WestLB sind die beiden Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Das Land Nordrhein-Westfalen hält direkt und indirekt etwa 48 Prozent.

Hier geht es zur Infostrecke: Koalitionsvertrag in NRW: Das steht bei Rot-Grün schon fest

(DDP/felt)