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Gemeinsames Lernen: Weniger Anträge auf Sekundarschulen in NRW

Gemeinsames Lernen : Weniger Anträge auf Sekundarschulen in NRW

Der Trend zum längeren gemeinsamen Lernen in NRW wird 2014 schwächer: Zum neuen Schuljahr im Sommer dürften in NRW weniger Sekundar- und Gesamtschulen den Betrieb aufnehmen als vergangenes Jahr.

Die Kommunen stellten bis diese Woche Anträge auf 33 neue Sekundarschulen und 20 neue Gesamtschulen, wie eine Umfrage unserer Redaktion in den fünf Regierungsbezirken ergab. Zum Schuljahr 2013/14 gab es Anträge auf 53 Sekundar- und 33 Gesamtschulen.

Die meisten Sekundarschulen (zwölf) sollen im Bezirk Arnsberg entstehen, gefolgt von Detmold (sieben), Düsseldorf (sechs), Köln (fünf) und Münster (drei). Die meisten Anträge auf Gesamtschulen gab es in Köln (neun), die wenigsten (null) in Arnsberg. In unserer Region wollen Dormagen, Duisburg (zwei), Geldern/Issum, Hückeswagen, Neuss, Radevormwald, Velbert und Wermelskirchen Sekundarschulen einrichten. Gesamtschulen sollen in Emmerich, Kempen, Kevelaer/Weeze, Neuss und Solingen entstehen. Ob tatsächlich alle Schulen zustande kommen, stellt sich in den kommenden Wochen heraus — das ist abhängig von der Zustimmung durch Bezirksregierungen und Ministerium sowie von den Anmeldezahlen.

Sowohl in Sekundar- als auch in Gesamtschulen lernen die Kinder in Klasse fünf zunächst gemeinsam weiter. In der Sekundarschule kann ab Klasse sieben nach Leistung getrennt werden; in Gesamtschulen ist eine Differenzierung Pflicht. Die Einführung von Sekundarschulen hatte die rot-grüne Landesregierung mit Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) 2011 im "Schulfrieden" mit der CDU vereinbart. Seitdem haben 81 Sekundarschulen den Betrieb aufgenommen.

(RP)