Aufmerksamkeit zum MPK-Auftakt Was schenkt man nur einem Bundeskanzler?

Düsseldorf · Zu Beginn der Bund-Länder-Runde eilt der NRW-Regierungschef zum Kanzler und drückt diesem ein Päckchen in die Hand. Wir haben nachgefragt, was es enthielt.

Hendrik Wüst (l.) und Olaf Scholz – hier bei einem Treffen in NRW im vergangenen Sommer.

Hendrik Wüst (l.) und Olaf Scholz – hier bei einem Treffen in NRW im vergangenen Sommer.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk erhalten: Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) drückte dem Kanzler dabei zu Beginn des Treffens vor laufenden Kameras eine rechteckige Kiste mit einer Schleife in den NRW-Landesfarben in die Hände. Danach wurde in Berlin am Donnerstagabend bis spät in die Nacht hinein um den Umgang mit der Flüchtlingskrise gerungen.

Ein Sprecher der Landesregierung erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, was den Kanzler beim Auspacken erwartete: Anlässlich der 375-Jahr-Feier zum Jubiläum des Westfälischen Friedens im vergangenen Jahr wurden hochwertige Holz-Schneidebretter in Form der Silhouette des Münsteraner Rathauses handgefertigt, also jenes Ortes, an dem das Ende des Dreißigjährigen Krieges besiegelt wurde. Eines davon habe der Ministerpräsident nun dem Bundeskanzler geschenkt. Ob das Brettchen am Morgen nach der langen Nachtsitzung beim Kanzlerfrühstück zum Einsatz kam, ist nicht überliefert.

Seinen Geburtstag hatte Scholz am Freitag vor einer Woche im Kreis der G7-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel im italienischen Bari gefeiert. Bei der ersten Arbeitssitzung hatte US-Präsident Joe Biden für den 66-Jährigen ein Ständchen angeregt, in das die umstehenden Spitzenpolitiker einstimmten – das sei Tradition in der Biden-Familie, hatte der Amerikaner erklärt.