1. NRW
  2. Landespolitik

Warburg: Führung der NRW-AfD tritt bis auf drei Mitglieder zurück

Eklat auf Landesparteitag : Führung der NRW-AfD tritt bis auf drei Mitglieder zurück

Der Machtkampf in der nordrhein-westfälischen AfD hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach einem erbitterten Führungsstreit trat der als gemäßigt geltende Co-Vorsitzende Helmut Seifen am Samstag mit einem Großteil des zwölfköpfigen Landesvorstandes zurück.

Der zweite Vorsitzende Thomas Röckemann und zwei weitere Vorstandsmitglieder bleiben vorerst weiter im Amt. Mehrere Anträge auf Abwahl dieser drei Führungsmitglieder erreichten beim vorgezogenen Parteitag in Warburg nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit.

Damit eskalierte der Machtkampf zwischen dem als gemäßigt geltenden Seifen und Röckemann, der als Sympathisant des „Flügels“ um den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke gilt. Der mit rund 5300 Mitgliedern größte AfD-Landesverband hat jetzt nur noch eine dreiköpfige Rumpfführung. Der nächste reguläre Parteitag steht Ende des Jahres an. Dann muss der gesamte Vorstand neu gewählt werden.

Der eigentlich auf zwei Tage angesetzte Parteitag wurde nach dem Zerfall des Vorstandes nach nur einem Tag beendet. Ein von Teilen des Vorstands schon in Warburg geforderter kompletter Neuanfang des Landesverbandes scheiterte damit zunächst.

(mro/dpa)