Wahl NRW - Umfrage 2017: Zwischen CDU und SPD wird es knapp

Umfrage zur Wahl in NRW: Zwischen SPD und CDU wird es knapp

Wir wollten wissen: "Wen wählen Sie am Sonntag bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen?" Hier lesen Sie die Ergebnisse unserer repräsentativen Umfrage.

Lange lag Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit ihrer SPD in den Umfragen deutlich vor der CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Armin Laschet. Kurz vor der Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands wird es für Kraft aber eng. Wir wollten in einer repräsentativen Umfrage von RP ONLINE und Spiegel Online in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey wissen, wen Sie am Sonntag wählen.

31,6 Prozent der Teilnehmer unserer Umfrage haben angegeben, dass sie am Sonntag die CDU wählen werden. 32,5 Prozent wollen demnach für die SPD stimmen. Damit ist die CDU deutlich näher an die SPD herangerückt. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war der Abstand größer. Damals bekam die SPD 39,1 Prozent, die CDU 26,3.

Das Gesamtergebnis der Umfrage bezieht sich auf Wahlberechtigte, die in NRW leben. Wie andere Umfragen auch, ist unsere Umfrage keine Prognose für die Wahlergebnisse am Sonntag. Sie stellt die Wahlpräferenz der Befragten dar. Die Stichprobe von etwas mehr als 5000 Teilnehmern wurde im Zeitraum vom 6. bis 11. Mai erhoben.

Die Umfrage zeigt auch, dass die FDP mit 12,6 Prozent derzeit klar vor den anderen kleineren Parteien liegt. Denn die Grünen kommen auf 6,4 Prozent. Anfang Mai lagen die Grünen bei der NRW-Sonntagsfrage noch bei 5,7 Prozent. Sogar von einem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Landtag erreicht werden muss, war die Rede. Damit legt der Koalitionspartner der SPD im Vergleich zur vergangenen Woche zwar wieder etwas zu, liegt aber deutlich hinter seinem Wahlergebnis von 2012 (11,3 Prozent).

Ebenfalls bei 6,4 Prozent liegt in der Umfrage die AfD. 5,7 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie die Linke wählen wollen. 4,8 Prozent stimmten für sonstige Parteien.

Interessant ist, wie stark die SPD in den vergangen Tagen verloren hat. Das zeigt die Entwicklung der Wahlpräferenz seit Ende April. Damals haben wir gefragt: "Wen würden Sie wählen, wenn in NRW am Sonntag Wahl wäre?".

Am 24. April gaben noch 38 Prozent der Teilnehmer an, sie würden aktuell die SPD wählen. Die CDU lag bei 31,1 Prozent. Danach verlor die SPD kontinuierlich, die CDU legte allerdings nur leicht zu. Als Höchstwert erreichte die Partei von Herausforderer Armin Laschet am am 4. Mai 32,8 Prozent. Die SPD muss ihre Stimmanteile also vor allem an die kleineren Parteien verloren haben.

Deutlich gewonnen hat zum Beispiel die FDP. Zu Beginn der Umfrage-Erhebung lag sie noch bei 9,3 Prozent. Seit dem vergangenen Wochenende liegt die Partei von FDP-Chef Christian Lindner bei mehr als zwölf Prozent.

Verloren hat die AfD. Sie ist in der Umfrage bei 8,3 Prozent gestartet und liegt nun bei knapp über sechs Prozent. Die Ergebnisse der Linken in der Umfrage schwanken in den vergangenen Tagen zwischen 4,5 und 6,3 Prozent. Sie könnten damit den Einzug ins Landesparlament knapp schaffen.

Anmerkungen zur Methodik: Die Sonntagsfrage für NRW wurde gemeinsam mit "Spiegel Online" in Kooperation mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey online erhoben. Der Erhebungszeitraum begann am 6. Mai und endete am 11. Mai 2017. Die Stichprobe aus den Teilnehmern umfasste 5031 Befragte, der statistische Fehler lag bei 2,5 Prozent. An der NRW-Umfrage konnten alle Nutzer teilnehmen. Für das repräsentative Ergebnis wurden jedoch nur die Teilnehmer berücksichtigt, die mit einer Postleitzahl in NRW registriert sind.

Alle aktuellen Informationen zur Wahl finden Sie in unserem Blog.

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Hier geht es zur Bilderstrecke: Das TV-Duell zwischen Hannelore Kraft und Armin Laschet in Bildern

(rent)
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