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Verdi in NRW: Warnstreiks für bessere Bezahlung von „Corona-Helden“

Verdi in NRW : Warnstreiks für bessere Bezahlung von „Corona-Helden“ im Einzelhandel

Am Freitag sollen Beschäftigte in Läden wie H&M, Zara, Douglas und Saturn die Arbeit niederlegen. Mehr als 100 Betriebe in NRW sollen der Gewerkschaft Verdi zufolge von dem Warnstreik betroffen sein.

Mit Warnstreiks im Einzelhandel will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber im laufenden Tarifkonflikt erhöhen. In einigen Filialen von Kaufland, H&M, Douglas, Saturn, Zara und anderen Firmen in NRW sollen die Beschäftigten am Freitag die Arbeit niederlegen, wie Verdi mitteilte. Den Angaben zufolge sind landesweit mehr als 100 Betriebe betroffen.

Ob der Arbeitskampf zu zwischenzeitlichen Filialschließungen und anderen starken Einschränkungen für die Kundschaft führt, ist fraglich. Warnstreiks im Einzelhandel hatten in der Vergangenheit nur eine begrenzte Wirkung, und die meisten Unternehmen konnten ihre Geschäfte trotzdem offenhalten.

Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie zusätzlich dazu 45 Euro pro Monat mehr, die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 12 Monate betragen. Der Handelsverband NRW hält die Forderung für überzogen und bietet deutlich weniger, auch weil die stationären Läden von der Corona-Krise hart getroffen worden seien.

Verdi hingegen argumentiert, dass die Beschäftigten des Einzelhandels in Corona-Zeiten zu „Heldinnen und Helden“ geworden seien. Auch deshalb hätten sie einen höheren Tarifabschluss verdient und bräuchten diesen. Am kommenden Mittwoch wollen sich Vertreter von Arbeitgebern und von Verdi zur fünften Verhandlungsrunde treffen. In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Gewerkschaftsangaben rund 500.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Einzelhandel.

(peng/dpa)