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Streit in NRW über Belüftung der Klassenzimmer

Corona-Folgen : Streit über Belüftung der Klassenzimmer

Lüften, lüften, lüften, raten Virologen. Das allerdings ist nicht in allen Schulen möglich, weil Fenster kaputt oder aus Sicherheitsgründen nicht zu öffnen sind. Im Schulausschuss entzündete sich daran ein Konflikt über die Schulpolitik insgesamt.

Die Belüftungssituation in den Schulen hat am Mittwoch zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Landesregierung und Opposition geführt. Aus Sicht von SPD und Grünen ist der Umgang mit dieser Frage symptomatisch für die Schulpolitik in der Corona-Krise. Anstatt mit den Beteiligten wie  kommunalen Spitzenverbänden und  Schulleitern zusammenzuarbeiten, schüre Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Konflikte innerhalb der Schulen, etwa durch die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht, sagte SPD-Fraktionsvize Jochen Ott. Zusammen mit den Grünen beantragte die SPD einen Schulgipfel, um die Probleme fraktionsübergreifend anzugehen. Ungeklärt sei etwa der digitale Unterricht und der Sanierungsbedarf der Schulen.

Gebauer lehnte einen solchen Gipfel ab und verwies darauf, dass sie permanent in Kontakt mit allen Akteuren stehe. 97,7 Prozent der Schulen hätten per Anfang September  Präsenzunterricht erteilt. Bei 2,3 Prozent habe es Teilschließungen gegeben. 3,3 Prozent der Lehrkräfte seien wegen der Corona-Pandemie nicht in den Schulen. Etwa 2,3 Prozent der Räume könnten nicht ausreichend gelüftet werden. Bei insgesamt einem Prozent seien bauliche Mängel an den Fenstern dafür die Ursache. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich am Freitag auf die Ein-Prozent-Quote bezogen und die Anschaffung von Belüftungsgeräten mit Virenfiltern in Erwägung gezogen.

(kib)