NRW-Linke startet in Wahlkampf: Schwabedissen zur Spitzenkandidatin gewählt

NRW-Linke startet in Wahlkampf : Schwabedissen zur Spitzenkandidatin gewählt

Mit der Forderung nach einem landesweiten Sozialticket für bedürftige Menschen sind die Linken am Samstag beim außerordentlichen Landesparteitag in Hagen in den Wahlkampf gestartet. Das Ticket für Hartz-IV-Empfänger und Menschen an der Armutsgrenze soll nach Wunsch der Linken nicht teurer als 15 Euro sein.

Zugleich kürte die Partei Katharina Schwabedissen zur neuen Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. Die gebürtige Bielefelderin erhielt 70,3 Prozent der Stimmen. Es gab keine Gegenkandidatur. Zu Zeiten der "Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit" (WASG) war die 39 Jahre alte Schwabedissen, eine gelernte Krankenschwester, ab 2004 politisch aktiv und arbeitete als WASG-Landessprecherin.

Für Schwabedissen ist das vorrangige Ziel der Wiedereinzug in den Landtag. "Fünf plus X" Prozent sei die Vorgabe, die es für ihre Partei zu erreichen gelte. Aktuellen Umfragen zufolge wird das aber knapp für die Linken. Eine Gefahr vonseiten der Piratenpartei sehen die Linken nicht. "In Sachen Netzpolitik sind wir sehr aktiv, da sind wir dran", sagte ein Parteisprecher.

"Die FDP ist eine asoziale Trümmertruppe"

Darüber hinaus setzen sich die Linken für eine Millionärssteuer ein, die als Schuldenbremse wirken soll. "Geld genug ist da, es muss nur gerecht verteilt werden", sagte Linken-Landessprecher Hubertus Zdebel. NRW dürfe nicht in Schulden versinken, griechische Verhältnisse solle es nicht geben, sagte der Bundesvorsitzende Klaus Ernst, der die NRW-Linken in Hagen ebenso unterstützte wie Gesine Lötzsch und Sahra Wagenknecht.

Ernst attackierte besonders scharf die FDP, an deren Widerstand eine Bürgschaft für die Drogeriemarktkette "Schlecker" gescheitert war. "Die FDP ist eine asoziale Trümmertruppe", sagte Ernst in Hagen.

(lnw)
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