NRW-Linke stellt Liste auf: Schwabedissen soll in den Wahlkampf führen

NRW-Linke stellt Liste auf : Schwabedissen soll in den Wahlkampf führen

Die Landesvorsitzende der Linken in Nordrhein-Westfalen, Katharina Schwabedissen, soll ihre Partei in den vorgezogenen Wahlkampf führen. Sie ist am Samstag in der Sitzung des Landesrats in Düsseldorf vorgechlagen worden.

Trotz schlechter Umfragewerte geben sich die nordrhein-westfälischen Linken zum Beginn des Wahlkampfes optimistisch. "Ich bin sehr davon überzeugt, dass wir es schaffen, erneut in den Landtag einzuziehen", sagte der bisherige Fraktionschef Wolfgang Zimmermann am Samstag in Düsseldorf. Bis zum Wahltermin am 13. Mai müssten die Linken den Wählern klar machen, "in NRW geht es nicht ohne die Linke".

Bärbel Beuermann und Wolfgang Zimmermann (v.r.) vor der NRW-Landtagswahl 2010. Foto: ddp

An der Spitze soll nun die Landesvorsitzende Katharina Schwabedissen stehen. Das kündigte der Ko-Vorsitzende Hubertus Zdebel am Samstag bei einer Sitzung des Landesrates, des "kleinen Parteitags" der Linken, im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Düsseldorf an. Die 39-jährige Landesvorsitzende zeigt sich selbstbewusst: Mit ihrer Kandidatur könne die Linke in NRW "ein breiteres Spektrum erreichen", sagte sie unserer Redaktion. Damit würden auch Wähler im außerparlamentarischen Bereich angesprochen werden.

Die 39-Jährige Politikerin ist seit 2010 gemeinsam mit Zdebel an der Spitze der Linken in NRW. Die zweifache Mutter aus Witten wurde 2005 WASG-Mitglied. 2008 wurde sie Landessprecherin der Linken in NRW. Nun soll sie gemeinsam mit der Doppelspitze des Wahlkampfes vor zwei Jahres in den Wahlkampf führen.

Der bisherige Fraktionsvorsitzende Wolfgang Zimmermann kommt auf Platz zwei der Liste. Dritte in der Wahlkampfspitze ist dessen Kollegin Bärbel Beuermann. Wie bei den anderen Parteien auch muss die Kandidatenliste noch offiziell vom Parteitag in zwei Wochen bestätigt werden.

Thematisch will die Partei mit der Forderung nach Einführung eines Sozialtickets sowie ausreichend Kita-Plätzen punkten. Es gehe darum, "die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung" als "Richtschnur unserer Politik" zu machen, sagte Zimmermann.

(lnw)