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Schulstart NRW: Weiter Test- und Maskenpflicht für Schüler nach den Sommerferien - keine Impfpflicht

Keine Impfpflicht für Schüler : Zum Schulstart gilt in NRW weiter Test- und Maskenpflicht

Die Schulen sind laut Bildungsministerin Yvonne Gebauer gut auf den Start vorbereitet. Doch Urlaubsreisen und die neue Delta-Variante machen Maßnahmen nötig: In NRW wird es im Unterricht weiterhin eine Masken- und Testpflicht geben.

In etwa zwei Wochen startet in Nordrhein-Westfalen nach den Sommerferien wieder der Unterricht. Die Schulen seien generell „gut vorbereitet“, es bleibe in der Pandemie aber immer ein „Restfaktor Unsicherheit“, sagte Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Es gebe aufgrund von Reisebewegungen in den Ferien und der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eine „besondere Situation“.

Eine etwaige Impfpflicht für Schüler als Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht schloss Gebauer kategorisch aus. Dies komme für die nordrhein-westfälische Landesregierung unter keinen Umständen in Frage, betonte die Ministerin. Impfen sei unbestritten auf Dauer das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Es sei jedoch „eine ganz persönliche Entscheidung“.

Corona-Infektionszahlen in NRW vom 06.08.2021

Im bevölkerungsreichsten Bundesland kehren die Schüler am 17. August zurück in die Schulen. In mehreren anderen Bundesländern sind die Sommerferien bereits zu Ende, darunter etwa in Hamburg und Schleswig-Holstein. Auch dort gelten vorerst weiterhin die aus dem zurückliegenden Schuljahr bekannten Schutzregeln. In allen Ländern soll der Unterricht nach teilweise langen Beeinträchtigungen in der Pandemie wieder in Präsenz erfolgen.

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„Die Testpflicht bleibt auf jeden Fall bis zu den Herbstferien bestehen“, sagte Gebauer vor Journalisten. Die Schüler würden zweimal pro Woche getestet. Vollständig geimpfte Schüler und Lehrer sowie jene, die bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, werden von der Testpflicht ausgenommen. NRW bleibe bei Lolli-Schnelltests in Grund- und Förderschulen sowie Selbsttests in den weiterführenden Schulen, sagte Gebauer. PCR-Tests seien hier nicht vorgesehen.

Angesichts der Entwicklung der aktuellen Infektionslage bleibe auch die Maskenpflicht. Diese gelte im gesamten Schulgebäude sowie während des Unterrichts.

Leistungsdruck von den Schülern nehmen

Generell solle der Start ins neue Schuljahr mit „größtmöglicher Normalität“ erfolgen, betonte die Ministerin. Die Abläufe seien weitgehend dieselben wie in der letzten Phase vor Beginn der Ferien. Schwerpunktmäßig sollen bei den Schüler nach der Rückkehr zudem detaillierte Lernstandsdiagnosen erfolgen, um möglichen Förderbedarf in Folge der Coronakrise zu erkennen.

Dies erfolge aber ohne Druck und Eile, betonte Gebauer. Schüler sollten zunächst in ihren Schulen und ihren Schulgemeinschaften „ankommen“. Eine „Leistungsüberflutung“ solle vermieden werden.

Klassenfahrten sind wieder möglich

Schulen können zudem wieder in eigener Verantwortung über Klassenfahrten ins In- oder Ausland entscheiden. Vor allem bei Fahrten ins Ausland müsse aber „eine sorgfältige Risikoabwägung“ vorgenommen werden, sagte  Gebauer. Dabei sei nicht nur die Corona-Neuinfektionsrate am Standort der Schule zu berücksichtigen, sondern auch die am Zielort. Darüber hinaus sei sorgsam abzuwägen, ob eine Klassenfahrt angesichts der pandemiebedingten Lernrückstände derzeit verantwortbar sei.

(top/vima/hebu/AFP/dpa)