Kommentar zum Mathe-Abi in NRW: Schulministerin bleibt bei der harten Linie

Kommentar zum Mathe-Abi in NRW : Schulministerin bleibt bei der harten Linie

Rein verfahrensmäßig wäre eine Nachprüfung im Abiturfach Mathematik kein Problem gewesen – Ersatzaufgaben liegen ja bereits vor. Sie sind gedacht für jene Prüflinge, die etwa aus Krankheitsgründen nicht an der eigentlichen Klausur hatten teilnehmen können.

Rein verfahrensmäßig wäre eine Nachprüfung im Abiturfach Mathematik kein Problem gewesen — Ersatzaufgaben liegen ja bereits vor. Sie sind gedacht für jene Prüflinge, die etwa aus Krankheitsgründen nicht an der eigentlichen Klausur hatten teilnehmen können.

Ein Nachgeben hätte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann bestimmt Bonuspunkte bei den Jugendlichen beschert. Doch zum Glück erlag die Grünen-Politikerin nicht den populistischen Versuchungen, sondern fuhr einen klaren Kurs: Da die Aufgaben lösbar waren, sieht sie keine Notwendigkeit, den Schülerinnen und Schülern, die sich damit schwergetan haben, eine zweite Chance zu geben.

Das klingt zwar harsch, ist aber vernünftig. Ein Nachgeben hätte wie eine Ermunterung gewirkt, sich fortan im Fall von Frustrationen zu Massenprotesten mit der Forderung nach einer zweiten Runde zu formieren. Das kann nicht im Sinne eines ordnungsgemäßen Ablaufs der Abiturprüfungen sein.

Im Landtag wird die CDU heute fordern, im Schulministerium in Zukunft für ausreichend Personal zur korrekten Durchführung der Abiturprüfungen zu sorgen. Löhrmann hat hier Defizite eingeräumt. Die müssen schleunigst beseitigt werden.

(hüw)
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