Salafismus: NRW-Innenminister Reul will ihn im Netz bekämpfen

Präventionsprogramm wird ausgebaut : NRW schärft Anti-Salafismus-Strategie und schafft neue Stellen

NRW-Innenminister Herbert Reul will Salafisten dort bekämpfen, wo sie am häufigsten sind: im Internet. 25 neue Online-Experten sollen sich in einschlägigen Foren tummeln und eingreifen, wenn es brenzlig wird.

Zur Bekämpfung des Salafismus bereitet das NRW-Innenministerium den Aufbau neuartiger Online-Beratungsangebote vor. NRW-Innenminsiter Herbert Reul (CDU) sagte unserer Redaktion: „Wir dürfen uns bei unserer Salafismus-Bekämpfungs-Strategie nicht auf unseren bisherigen Erfolgen ausruhen, sondern wir müssen die Strategie ständig weiterentwickeln. Deshalb gehen wir mit unserem Salafismus-Präventionsprogramm „Wegweiser“ jetzt online.“

Das bestehende Präventionsprogramm „Wegweiser“ mit landesweit 25 Standorten soll um 25 Vollzeitstellen aufgestockt und der Etat von derzeit gut fünfeinhalb Millionen Euro pro Jahr um mehr als ein Drittel aufgestockt werden. Reul sagte: „Wenn unsere Zielgruppe im Netz unterwegs ist, müssen wir natürlich auch dorthin.“

Das Beratungsnetzwerk „Wegweiser“ ist ein von der Vorgängerregierung ins Leben gerufenes Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Salafismus. Es soll Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen in ihren Anfängen verhindern. Die Standorte stehen Angehörigen und anderen Personen wie etwa Lehreren offen, die entsprechende Veränderungen an jungen Menschen beobachten.

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