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Preise für Äcker in NRW steigen: Pachtzins am Martinstag fällig

Preise für Äcker in NRW steigen : Pachtzins am Martinstag fällig

Landwirte in Nordrhein-Westfalen müssen für gepachtete Äcker und Wiesen immer tiefer in die Tasche greifen. Am Martinstag, 11. November, wird die Pachtzins für die felder fällig.

"Die Bauern verdienen überwiegend gut, Getreide und Raps sind teuer", sagte Bernhard Rüb, Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW der dpa. "Deshalb sind die Pachtpreise in den letzten Jahren angestiegen." 2010 habe der durchschnittliche Preis pro Hektar bei 337 Euro gelegen. "Das ist hier eine Region mit sehr guten Böden und sehr gutem Klima. In Brandenburg zum Beispiel könnten Sie nicht so hohe Pachtpreise erzielen."

Wenn Bauern ihre Betriebe aufgeben, verpachten viele ihr Land, anstatt es zu verkaufen. So steige die Zahl der Pachtflächen, erklärte Rüb. "Es gibt viele Leute, die in der zweiten oder dritten Generation Land geerbt haben, jetzt aber in der Stadt wohnen und es verpachten." Mittlerweile sind mit 520 000 Hektar ein knappes Drittel aller Äcker und landwirtschaftlich genutzten Grünflächen verpachtet. Weil es früher viel mehr Betriebe gegeben habe, pachteten einige Bauern Land von 50 bis 100 Eigentümern, berichtete Rüb.

Am Martinstag wird traditionell der Pachtzins für die Felder fällig. "Viele landwirtschaftliche Bräuche orientieren sich an kirchlichen Feiertagen", sagte Rüb. So zahlten Bauern, die fremde Grundstücke bewirtschafteten, den Zins schon früher immer am 11. November an die Eigentümer: "Nach der Ernte hatten sie das Geld in der Tasche."

(lnw)