NRW-Umfrage: Schwarz-gelbe Landesregierung hat keine Mehrheit mehr

NRW-Umfrage : Schwarz-gelbe Landesregierung hat keine Mehrheit mehr

Die beiden Regierungsparteien schneiden in einer Umfrage des Instituts Menefactum zur Halbzeit der Wahlperiode dennoch besser ab als üblich. Auch die SPD ist in NRW stabiler als im Bundesschnitt.

Die beiden Regierungsparteien in Nordrhein-Westfalen verfügen nach einer Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstituts Mentefactum, die unserer Redaktion exklusiv vorliegt, nicht mehr über eine Mehrheit bei den Wählern. Danach kommt die CDU auf 31 Prozent, die FDP auf zehn Prozent. In den Landtagswahlen von 2017 erhielten die Christdemokraten 33, die Liberalen 12,6 Prozent. Allerdings gelten die Werte zur Halbzeit der Wahlperiode unter Meinungsforscher als recht stabil. So legt die CDU gegenüber der letzten Umfrage im Mai 2019 um drei, die FDP um zwei Prozentpunkte zu. „Beide NRW-Regierungsparteien haben zur Mitte der Legislaturperiode trotz bundespolitischen Gegenwinds kaum an Wählerzuspruch verloren“, kommentierte Menefactum-Chef Klaus-Peter Schöppner das Ergebnis. Üblich sei, so der Meinungsforscher, dass im Laufe der Regierungsarbeit die Kritik am Kabinett zunehme.

Auch die SPD, die zuletzt sechs herbe Niederlagen bei Landtagswahlen hinnehmen musste, legte gegenüber der Umfrage im Mai um zwei Punkte auf 20 Prozent zu. Bei der Landtagswahl hatte sie freilich noch 31,2 Prozent erzielt. Unter den übrigen Parteien kamen die Grünen auf 21 Prozent (plus 1 Punkt), die AfD auf 10 Prozent (minus 3 Punkte) und die Linke auf 5 Prozent (minus 2 Punkte). Befragt wurden 1003 Wahlberechtigte in der Zeit vom 14. bis zum 21. Oktober.

Nach Umfragen von Menefactum liegt der Wähleranteil der CDU in NRW drei Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. „Das war lange Zeit ganz anders“, meinte Wahlexperte Schöppner. Offenbar seien die Wähler zwischen Rhein und Weser weiterhin zufrieden mit der Politik von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Mehr von RP ONLINE