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NRW-Städtetag kritisiert schlechte Vorbereitung bei Lolli-Tests

Coronfälle bei Kindern : Städte kritisieren schlechte Vorbereitung bei Lolli-Tests

Grundschul- und Kindergartenkinder sollen künftig per Lolli-Tests auf eine Covid-Infektion überprüft werden. Die Kommunen kritisieren jetzt allerdings, dass es zwischen Familien- und Schulministerium keine ausreichende Abstimmung gibt.

Die Vorarbeiten zur Einführung der sogenannten Lolli-Tests für Kinder bis zu zehn Jahren in Kitas und Schulen werfen beim Städtetag Nordrhein-Westfalen Fragen auf. Geschäftsführer Helmut Dedy sagte unserer Redaktion: „Wir brauchen schnell ein abgestimmtes Gesamtkonzept beider Ministerien. Es kann nicht sein, dass für Schulkinder Tests vorbereitet werden, für Kita-Kinder aber nicht. Wie sollen die Eltern und das Personal solche Unterschiede verstehen?“ Falls die Kapazitäten der Lolli-Tests nicht für alle Kinder reichten, müsse das Land das sagen und sachgerecht entscheiden, welche Altersgruppe vorrangig die Lolli-Tests nutzen könnten. „Alle Beteiligten brauchen hier Klarheit, auch die Kommunen“, verlangte Dedy.

Grundsätzlich begrüßen die Kommunen die Einführung der neuen Form des Testens: „Die flächendeckende Einführung der Lolli-Tests für Kinder kann dabei helfen, das Pandemiegeschehen einzudämmen. Sie sind deutlich einfacher für Kinder zu benutzen als die üblichen Corona-Tests. Und sie geben als PCR-Test die nötige Sicherheit für den Betrieb von Kitas und Schulen“, sagte Dedy. Die Städte unterstützten die Einführung der Lolli-Tests für alle Kita- und Grundschulkinder. „Doch die Laborkapazitäten und die Logistik sind in der Landesregierung nach unseren Informationen bisher nicht geklärt. Schließlich müssen landesweit 700.000 Grundschulkinder in 3400 Schulen und 760.000 Kindergartenkinder in 10.000 Einrichtungen auf Lolli-Tests zugreifen können.“ Wie diese Herausforderungen gemeistert werden können, hätten bisher weder das Schul- noch das Familienministerium dargelegt. „Zwar gibt es für die Schulen bereits weitreichende Vorbereitungen, für die Kitas jedoch nicht. Hier fehlt eindeutig ein Gesamtkonzept“, sagte Dedy.