NRW: Städte wappnen sich mit zusätzlichem Personal für Landtagswahl 2017

NRW : Städte wappnen sich mit zusätzlichem Personal für Landtagswahl

Briefwahlunterlagen müssen verschickt, Wählerverzeichnisse aktualisiert und Bürgerfragen beantwortet werden: Mit der Landtagswahl kommt auf die Kommunen viel Arbeit zu. Einige Städte in Nordrhein-Westfalen bieten deshalb befristete Jobs an.

Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen wappnen sich mit zusätzlichem Personal für die Landtagswahl im Mai. So stellt die Stadt Köln 87 Mitarbeiter ein, die - größtenteils in Vollzeit - für unterschiedliche Zeiträume zwischen März und Juni befristet beschäftigt werden. "Auf unseren Aufruf haben sich mehr als 200 Interessenten gemeldet", sagt Stadt-Sprecherin Ingrid Schürmann.
Auch Münster und Dortmund bieten befristete Jobs an, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

"Sie sollen vor allem bei der Briefwahl helfen - etwa beim Versand und der Sortierung der Unterlagen, bei der Entgegennahme der Anträge oder bei der Abgabe der Briefwahlstimmen", erläutert Lothar Schlenker vom Wahlbüro in Münster. "Es kann sich eigentlich jeder bewerben."

Auch bei der Stadt Köln müssen Bewerber überwiegend keine besonderen Qualifikationen mitbringen. Allerdings sollten sie nach Angaben von Schürmann präzise arbeiten können, die Grundrechenarten sicher beherrschen und ein gepflegtes Äußeres haben. Nötig sei natürlich die Bereitschaft zur Wochenendarbeit, besonders am Wahlsonntag, dem 14.
Mai. Der Verdienst für den gesamten Einsatz liege - je nach Dauer und Tätigkeit - zwischen 1000 und 5000 Euro brutto. Die Bewerbungsfrist in Köln ist gerade abgelaufen, jetzt müssen die Eingänge gesichtet werden. "Wir hoffen, dass wir das jetzt unter Dach und Fach bringen", sagt Schürmann.

Die Stadt Dortmund hat nach Angaben eines Sprechers bereits Anfang November drei Mitarbeiter für ein Jahr befristet eingestellt. Sie sollen bei der Vorbereitung der Landtags- und der Bundestagswahl mithelfen. Zur Unterstützung bei der Landtagswahl würden zudem zwölf weitere Personen sechs Wochen lang beschäftigt.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf dagegen will zunächst versuchen, die erforderliche Verstärkung intern zu organisieren. "Es gibt hier immer einen Pool von Leuten, die anderweitig untergebracht werden müssen", erläutert Sprecher Michael Bergmann. Insgesamt würden 27 Mitarbeiter gebraucht.

Auch Bonn, Bochum und Essen wollen die Landtagswahl mit bereits vorhandenen Kollegen stemmen. "Traditionell werden wir für unsere Sonderarbeitsgruppe Wahlen wieder einen Aufruf für die eigene Belegschaft starten, diese personell in der "heißen Phase" zu verstärken", teilte eine Sprecherin der Stadt Bochum mit.

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(siev/lnw)
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