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Auch die FDP gibt Gas: NRW-SPD zieht in Umfragen davon

Auch die FDP gibt Gas : NRW-SPD zieht in Umfragen davon

Einer aktuellen Umfrage nach kann die SPD in Nordrhein-Westfalen zulegen. Mit 40 Prozent fährt sie fast so starke Werte ein wie einst unter Johannes Rau. Zeitgleich verliert die CDU an Zustimmung. Die FDP kommt wieder in Reichweite der Fünf-Prozent-Hürde.

In der Sonntagsfrage des aktuellen NRW-Trends kommt die SPD auf beachtliche 40 Prozent, zwei Prozent mehr als am 14. März, dem Tag der Auflösung des Landtags. Die CDU erreicht hingegen nur noch 32 Prozent, zwei Prozent weniger als bisher.

Die Grünen liegen bei zwölf Prozent (minus zwei Prozentpunkte). Die FDP verbessert sich mit Spitzenkandidat Christian Lindner auf vier Prozent und verdoppelt damit ihren Stimmenateil. Die Linke sackt um einen Punkt ab auf nun nur noch drei Prozent. Die Piratenpartei kommt unverändert auf fünf Prozent.

Rot-Grün hätte damit eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmen.

Für diese Umfrage im Auftrag des WDR befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Donnerstag bis Samstag dieser Woche 1001 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen telefonisch.

Eine knappe Mehrheit der Befragten (51 Prozent) war der Ansicht, dass eine rot-grüne Regierung aus SPD und Grünen "gut für Nordrhein-Westfalen" wäre. Über eine große Koalition aus SPD und CDU denken dies 46 Prozent, über eine schwarz-gelbe Koalition aus CDU und FDP 21 Prozent. Ebenfalls 21 Prozent sind der Ansicht, eine schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen wäre "gut für Nordrhein-Westfalen".

Wenn die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 57 Prozent für Amtsinhaberin Hannelore Kraft (keine Veränderung im Vergleich zu Mitte März.) und 28 Prozent für den CDU-Herausforderer Norbert Röttgen entscheiden, womit Röttgen sich leicht verbessert.

Zudem fragten die Demoskopen nach der vermeintlichen Stärke der Spitzenkandidaten. Drei Viertel der Befragten (77 Prozent) waren der Ansicht, dass die SPD mit Hannelore Kraft eine starke Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl hat. 48 Prozent wollten das Norbert Röttgen zuschreiben. Sylvia Löhrmann erreichte "Stärke-Werte" von 37 Prozent, FDP-Chef Lindner 28 Prozent.

Ein gespaltenes Meinungsbild ergibt sich auch beim Blick auf die Debatte um die Zukunftspläne von Norbert Röttgen. 39 Prozent der Befragten waren der Meinung, der CDU-Kandidat sollte im Falle einer Wahlniederlage der CDU Umweltminister in Berlin bleiben. Ebenfalls 39 Prozent fanden hingegen, er sollte in diesem Fall lieber die Opposition im Landtag in Düsseldorf anführen.

Bei den CDU-Anhängern finden 33 Prozent, dass Röttgen im Falle einer Wahlniederlage Umweltminister bleiben sollte. 48 Prozent der CDU-Anhänger sind hingegen dafür, dass Röttgen in diesem Fall Oppositionsführer würde. Nur eine Minderheit der Befragten von 34 Prozent gibt aber an, dass es für ihre Wahlentscheidung wichtig sei, dass Norbert Röttgen sich jetzt festlegt.

(ots)