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NRW-SPD will Azubis in der Energiebranche Extra-Geld zahlen​

Beschleunigung der Energiewende : NRW-SPD will Azubis in der Energiebranche Extra-Geld zahlen

Es brauche Menschen, die Solaranlagen auf Dächer bauen, moderne Heizungsanlagen installieren und überhaupt die Handwerksjobs im Energiesektor übernehmen, sagt die SPD. Deshalb will sie jetzt mehr Azubis in diese Branchen locken – mit Geld vom Land.

Die SPD im Düsseldorfer Landtag unternimmt einen außergewöhnlichen Vorstoß, um mehr junge Menschen in Handwerksberufe im Energie-Sektor zu bringen. Wer beispielsweise Dachdecker, Installateurin oder Heizungsbauer wird, soll dafür Extra-Geld vom Land bekommen – so der Vorschlag.

Konkret schwebt der SPD vor, dass das Land zum Ausbildungsstart direkt an die jungen Leute Prämien wie beispielsweise ein 13. Gehalt zahlt. Bekommen sollten dieses Geld alle, die jetzt kurzfristig noch eine Ausbildung in energierelevanten Sparten starten oder gestartet haben. Außerdem solle die Landesregierung die Kursgebühren für Fortbildungen ausgleichen, etwa zu Solartechnikerinnen oder Fachberatern für Speichertechnik.

„Für die Energiewende fehlen viel zu viele Hände“, begründete das der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Vogt, der die Idee am Mittwoch in Düsseldorf vorstellte. Die Prämien wären ein „klares Statement“, argumentierte er: „Wir wollen gerade junge Menschen dazu bewegen, in diese Berufe zu gehen.“ Ob das mit einer Einmal-Zahlung wirklich klappt? Nun: Zusätzlich zur Extra-Zahlung müsse man natürlich für diese Jobs werben, sagt die SPD.

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Zwar fehlen in verschiedenen anderen Bereichen ebenfalls dramatisch viele Fachkräfte, etwa in Erziehungsberufen oder in der Pflege. Weitergehende Pläne, auch auf diesen Feldern Prämien zu fordern, hat die SPD aber erstmal nicht. Der Fachkräftemangel im Energiesektor und die Probleme bei der Energiewende beträfen mittelbar auch alle anderen Systeme, begründete Vogt.