NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer: G9-Gymnasien erhalten mehr Geschichtsunterricht

Schule : G9-Gymnasien in NRW erhalten eine Stunde mehr Geschichts-Unterricht

Dieses Jahr kehren die allermeisten Gymnasien in NRW zu G9 zurück. Die neue Stundentafel löste Diskussionen aus. Jetzt ist klar: Geschichte und Wirtschaft-Politik sollen gleich viel unterrichtet werden.

Schüler in NRW sollen im Zuge der Rückkehr der Gymnasien zu G9 nun doch eine Stunde mehr Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I bekommen. In den Klassen fünf bis zehn soll Geschichte künftig definitiv mit mindestens acht Wochenstunden über die sechs Schuljahre verteilt unterrichtet werden. Das geht aus einem Schreiben von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an den Landesverband nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer hervor.

Gebauer kommt damit den Geschichtslehrern in einem entscheidenden Punkt entgegen. Die zusätzliche Stunde Geschichte soll nämlich dem Schreiben zufolge künftig doch nicht vorrangig der ökonomischen Bildung im Fach Wirtschaft-Politik zugute kommen. Damit entfallen auf Geschichte und Wirtschaft-Politik künftig jeweils mindestens acht Wochenstunden in der Sekundarstufe I, wie es in dem Schreiben weiter heißt.

Gebauer betont dabei, dass die Schulen gegebenenfalls auch noch weitere Stunden zur Vertiefung ihres Profils aus dem Bereich der Ergänzungsstunden für Geschichte oder Wirtschaft-Politik nutzen können, wenn die Schulkonferenzen dies beschließen. Historische und politische Bildung sei von enormer Bedeutung für die heranwachsende Generation und die Zukunft unserer Gesellschaft, heißt es in dem Brief. Die Einführung eines Schulfaches Wirtschaft in Form von Wirtschaft-Politik dürfe nicht zulasten der historischen und politischen Kompetenzen der Schüler gehen.

Die Geschichtslehrer hatten sich zuvor wiederholt dafür eingesetzt, den Entwurf der Stundentafel für das neunjährige Gymnasium zugunsten von mindestens acht Wochenstunden Geschichte zu überarbeiten.

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