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NRW-Schulministerin verteidigt das Ende der Maskenpflicht

Heftige Debatte : Schulministerin verteidigt Ende der Maskenpflicht

Seit drei Tagen dürfen Schüler in NRW am Sitzplatz die Masken absetzen. Im Landtag prallen die Meinungen darüber heftig aufeinander. Die Landesregierung kontert mit einem triftigen Argument.

Das Ende der Maskenpflicht im Klassenzimmer hat im Landtag eine heftige Debatte ausgelöst. In einer Aktuellen Stunde auf Antrag der SPD-Opposition bescheinigte Fraktionsvize Jochen Ott den Schülern mehr Verantwortungsbewusstsein als der Landesregierung, weil die meisten ihre Masken nun freiwillig trügen. Über kurz oder lang werde Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Tragepflicht ohnehin wieder einführen müssen. Grünen-Schulexpertin Sigrid Beer wies daraufhin, dass sich vor den Herbstferien knapp 11.000 Schüler in Quarantäne befanden hätten,  eine Woche danach aber über 21.000. Betroffen seien überproportional Kinder, die ohnehin sozial benachteiligt seien: „Das Ende der Maskenpflicht verschärft die soziale Ungerechtigkeit.“

Gebauer verwies darauf, dass zurzeit kein einziges Kind wegen Covid in NRW-Unikliniken intensivmedizinisch behandelt werden müsse: „Unsere Schüler haben in der Pandemie von Beginn an am meisten zurückstecken müssen.“ Für sie  sei  es höchste Zeit für mehr Normalität. Ähnlich äußerte sich Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU): „Die Schule war einer der letzten Orte, wo solche Einschränkungen überhaupt noch vorhanden waren. Wie wollen Sie denn den Kindern erklären, dass Erwachsene ohne Maske feiern dürfen und sie getestet mit Masken im Unterricht sitzen müssen?“

(kib/maxi)