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NRW: Schülervertretung fordert Wahlrecht bei Abi-Bewertungen

Kritisierte Abschlussprüfungen in NRW : Schülervertretung fordert Wahlrecht bei Abi-Bewertungen

Deutliche Worte aus den Reihen der Abiturprüflinge in Nordrhein-Westfalen: Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) hat ein coronabedingtes Wahlrecht bei der Benotung der Abschlussprüfungen gefordert.

Die Schülerinnen und Schüler müssten wählen dürfen, ob die Prüfungsergebnisse gewertet werden oder die Durchschnittsnoten aus den vorher erbrachten Leistungen vergeben werden, verlangte die LSV am Sonntag. Zudem müssten die Bewertungsgrundlagen der Klausuren an die Lernlücken angepasst werden. In den vergangenen Tagen hatte es heftige Kritik an den Mathematik-Aufgaben im Abitur gegeben.

Kritik gab es auch an der Abiturprüfung im Fach Englisch. Dort war ein Text von New York Times-Kolumnist Farhad Manjoo verwendet worden. Nach Aussage des Autors enthielt der Text "viele Wörter, die für Nicht-Muttersprachler schwerer zu verstehen sind".

„Am Beispiel des Abiturs sehen wir nun, was vorher klar war: nach mehr als einem Jahr Pandemie, Isolation und langen Schulschließungen saßen viele Schüler*innen in Abschlussprüfungen vor Aufgaben, die sie nicht schaffen konnten“, kritisierte Timon Nikolaou, Mitglied im Vorstand der LSV NRW. Die Zeit sei zu kurz, und die Aufgaben seien zu anspruchsvoll gewesen.

(felt/dpa)