NRW treibt Ausbau voran Wie das Land für mehr Sicherheit in Flüchtlingsheimen sorgen will

Düsseldorf · NRW will im kommenden Jahr deutlich mehr Landesunterkünfte für Geflüchtete schaffen und die Kapazitäten auf 41.000 Plätze aufstocken. Auch Schutzkonzepte werden überarbeitet. Wie die Asylheime sicherer werden sollen und warum Akteure der Flüchtlingsarbeit skeptisch sind.

 Geflüchtete und Helfende, hier in einer Einrichtung in Hessen (Symbolbild).

Geflüchtete und Helfende, hier in einer Einrichtung in Hessen (Symbolbild).

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Beim geplanten Ausbau von Flüchtlingsheimen will das Land NRW künftig besonderes Augenmerk auf Sicherheitsaspekte legen, und zwar sowohl in den Einrichtungen selbst als auch in deren Umfeld. „Sollte es bei der Umsetzung der bestehenden Sicherheitskonzepte möglicherweise Probleme geben, wollen wir sie verbessern“, sagte Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) unserer Redaktion. „Das kann zum Beispiel die Abstimmung zwischen Einrichtungen und der örtlichen Polizei betreffen, den Einsatz von Sicherheitsdiensten, soziale Angebote oder Vorsorgemaßnahmen“, erklärte Paul. „Wir ermitteln, wo es Best-Practice-Beispiele für Vorkehrungen gibt, die verhindern helfen, dass es in den Einrichtungen zu Konflikten kommt, und für ein gutes Zusammenleben in und um die Einrichtungen sorgen.“