Obszöne Tweets: NRW-Piratin schockiert Landtag mit Erotik

Obszöne Tweets : NRW-Piratin schockiert Landtag mit Erotik

Obszöne Kurzmitteilungen der Piraten-Politikerin Birgit Rydlewski im Internetdienst "Twitter" haben in Düsseldorf Empörung ausgelöst. Die 42-jährige ledige Studienrätin schreibt dort sehr freizügig über ihre erotischen Phantasien.

Laut "Bild"-Zeitung twitterte sie über ihren Twitter-Account im April auch folgenden Text: "Das mit den Nazis ist jetzt irgendwie auch durch, oder? Können wir nicht mal was mit einem Sexskandal machen?"

Landtagsvizepräsident Oliver Keymis zeigte sich angesichts etlicher drastischer Formulierungen der Piratin überaus erstaunt. "Das klingt furchtbar. Ich bin sprachlos", sagte der Grünen-Politiker. Es gehe nicht an, dass "eine öffentliche Person so etwas in die Welt setzt". Die Piratin täte gut daran, ihr Verhalten ("Für so etwas muss man wohl sehr viel Zeit haben") zu überprüfen.

Die gebürtige Dortmunderin Birgit Rydlewski hat Wirtschaftswissenschaften, Deutsch und Pädagogik studiert und war bis dieses Jahr als Lehrerin an einem Berufskolleg tätig. Von 2010 bis 2011 war sie erste Vorsitzende der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen.

Seit der Wahl vom Mai gehört sie dem Düsseldorfer Landtag an und ist Mitglied der 20-köpfigen Piratenfraktion. Die Abgeordnete arbeitet im parlamentarischen Ausschuss für Schule und Weiterbildung. Wie allen anderen Abgeordneten stehen auch ihr Bezüge von 10.700 Euro brutto im Monat zu.

Die Abgeordnete selbst war am Donnerstag nicht zu erreichen. Am späten Abend twitterte sie "Entschludigung. Ich komme gerade mit dem Abarbeiten der Interviewanfragen nicht mehr hinterher." An anderer Stelle twittert sie "Gerade bei sat1 zum Interview."

Ein Fraktionssprecher sagte auf Anfrage: "Die Piraten twittern alle sehr viel." Was Birgit Rydlewski schreibe, sei "ihre Privatsache und bleibt ihr unbenommen".

(RP/pst/das)