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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Spitzenkandidat für Bundestagswahl

Landesvertreterversammlung : NRW-CDU kürt Laschet zum Spitzenkandidaten für Bundestagswahl

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will hart um das Kanzleramt kämpfen. Das sagte er am Samstag bei der Landesvertreterversammlung der CDU NRW, die ihn zum Spitzenkandidaten kürte.

Die nordrhein-westfälische CDU hat Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet am Samstag zu ihrem Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gekürt. Der CDU-Bundesvorsitzende wurde mit 232 Ja-Stimmen auf Platz eins der Landesliste gewählt. Zwei Delegierte stimmten mit Nein. Das teilte Generalsekretär Josef Hovenjürgen mit. 

Zuvor hatte Laschet seinen Anspruch auf das Kanzleramt betont. „Ich will der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden“, rief Laschet den Delegierten zu. „Ich werde das nur schaffen, wenn wir Geschlossenheit aufbringen.“

Der größte CDU-Landesverband kam erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zu einer Präsenzversammlung in einem Hotel in Düsseldorf zusammen. Die Delegierten wollten über die gesamte Landesliste mit 75 Kandidatinnen und Kandidaten final abstimmen.

 Wenn er Kanzler werde, dann stelle NRW erstmals seit Konrad Adenauer wieder den Bundeskanzler, sagte Laschet. Er stehe „mit großem Respekt vor dieser Kandidatur“. „Der nächste Bundeskanzler muss ein Kanzler sein, der für Ost und West und Nord und Süd Kanzler ist.“ Aber er müsse auch wissen, wo er herkomme, was ihn geprägt habe und welche Menschen ihn auf seinem Weg begleitet hätten.

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Die nordrhein-westfälische CDU wollte Laschet am Samstag auf Platz eins ihrer Landesliste für die Bundestagswahl wählen. Etwa 250 Vertreter des größten CDU-Landesverbandes waren dafür erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zu einer Präsenzversammlung zusammengekommen.

Lascht hat zudem den Grünen im Kampf um den Klimaschutz ein „kleinkariertes Gucken auf Verbote“ vorgeworfen. Die CDU kämpfe für das „große Projekt des klimaneutralen Deutschlands“, sagte er. Die Diskussion, ob „Spritpreise so oder so“ sein müssten oder innerdeutscher Flugverkehr eingeschränkt werden müsse, sei kleinteilig. Es müssten Anreize für Investitionen in klimaneutrale Produktion gesetzt werden. Die CDU wolle nicht mit „Verboten, Verzicht und Verlust“ Politik machen, sondern mit „Innovation, Impulsen und Ideen“. Dazu gehöre etwa auch eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung. Man dürfe auch nicht glauben, dass Politik mit Verordnungen jedes Detail der Wirtschaft steuern könne, sagte Laschet.

Unter Bedingungen sei er offen für einen Verzicht auf innerdeutschen Flugverkehr zur Bekämpfung des Klimawandels. "Ok, bin ich dabei, wenn wir uns anders schnell bewegen können", sagte Laschet mit Blick auf einen von den Grünen in die Debatte gebrachten Verzicht auf innerdeutsche Flüge. Dazu müssten aber zwingend Alternativen geschaffen werden.

"Wir wollen, dass man schnell von Düsseldorf nach Berlin fahren kann", erklärte Laschet. In Frankreich sorge etwa der Schnellzug TGV dafür, dass sich Flüge nicht mehr lohnten. Wenn aber in Deutschland neue Bahnstrecken gebaut würden, gründeten die Grünen vor Ort Bürgerinitiativen gegen einen Ausbau. Deutschland müsse indes schneller werden bei Plan- und Genehmigungsverfahren, sagte Laschet.

(top/dpa)